Lexikon

dänische Musik

Moderne und Zweites Goldenes Zeitalter

Die Auseinandersetzung mit der internationalen musikalischen Moderne ist in Dänemark von einer kritisch-reflektierenden Distanz gekennzeichnet. In dieser abgewandelten Form finden sich Spuren vieler zeitgenössischer Stile und Techniken: serielle Musik beiGunnar Berg (* 1909,  1989) und Bent Lorentzen (* 1935), Minimal Music bei Bent Sørensen (* 1958), elektronische Musik bei Else Marie Pade (* 1924) und Computermusik bei Gunner Møller Pedersen (* 1943); Niels Viggo Bentzon betätigte sich u. a. als Happening-Künstler, während sich Jørgen Jersild (* 1913,  2004) mit einem neoklassizistischen, tonalen Stil von der Avantgarde abgrenzte. Zu Dänemarks bedeutendsten Gegenwartskomponisten gehören Per Nørgård (* 1932), der Opernkomponist Poul Ruders (* 1949) und der Sinfoniker Ib Nørholm (* 1931).
Seit den 1990er Jahren ist in der dänischen Musik eine große Stilvielfalt und Produktivität zu beobachten, die auch als „Zweites Goldenes Zeitalter“ bezeichnet wird. Zeugnis davon legen Komponisten wie B. Sørensen und Karl Aage Rasmussen (* 1947; Montagetechnik) ab sowie die Jazz-, Pop- und Rockmusikszene mit international bekannten Künstlern wie Palle Mikkelborg (* 1941), Niels Henning Ørsted Pedersen (* 1946,  2005), der Schlagersängerin Gitte Hænning (* 1946) oder dem „Safri Duo“ (Perkussion). Daneben pflegen Künstler wie Haugaard & Høirup oder die Gruppe Serras die dänische Volksmusik, z. T. in einem Crossover aus Folk, Rock und Jazz.
  1. Einleitung
  2. Europäische Einflüsse
  3. Goldenes Zeitalter
  4. Moderne und Zweites Goldenes Zeitalter
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