Lexikon
Damạskus
arabisch Dimashq, Hauptstadt von Syrien, in der fruchtbaren Ghuta-Oase am Südostrand des Antilibanon, 2,2 Mio. Einwohner; historische Altstadt (Weltkulturerbe seit 1979), beträchtliche Ausbauten jenseits der alten Stadtmauer; islamische Pilgerstätte (über 70 Moscheen, u. a. Omajjadenmoschee, Grab Saladins); Universität, arabische Akademie der Wissenschaften, Nationalmuseum; wirtschaftlicher und verkehrsgeographischer Mittelpunkt Syriens; ehemals bedeutendes Kunstgewerbe (Waffen, Seidenstoffe, Filigranarbeiten, Teppiche), Metall-, Zement-, Elektro-, Textil-, Leder-, Nahrungsmittelindustrie; Flughafen.
Erste Erwähnung im 15. Jahrhundert v. Chr., seitdem wichtige Handelsstadt am Schnittpunkt großer Fernstraßen. Im 1. Jahrtausend v. Chr. von Assyrien erobert, 64 v. Chr. zum Römischen Reich; 635 n. Chr. von den Arabern erobert, unter den Omajjaden 661–750 Hauptstadt des Islamischen Reichs (Sitz des Kalifen), im 12. Jahrhundert Residenz Saladins, 1260 an die Mamluken, 1516–1918 osmanisch; seit 1946 Hauptstadt von Syrien.
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