Lexikon

deutsche Kunst

Kunsthandwerk

Kleinkunst und Kunsthandwerk des deutschen Mittelalters stehen in engem Stilzusammenhang mit der gleichzeitigen Großkunst, besonders der Plastik. Zahlreich sind Werke der Elfenbeinschnitzkunst aus karolingischer, ottonischer und salischer Zeit erhalten, die häufig der Großplastik als Vorbilder dienten. Hervorragende Leistungen gab es auch in der Goldschmiedekunst des deutschen Manierismus unter ihrem Hauptmeister W. Jamnitzer. Berühmte Gold- und Silberschmiedewerkstätten besaßen Nürnberg und Augsburg. Über bedeutende Glashütten verfügten Nürnberg, Potsdam und Kassel. 1708 wurde in Dresden das erste europäische Porzellan hergestellt. Die deutsche Fayence zeichnete sich auch noch im 18. Jahrhundert durch Form- und Schmuckschönheit aus; ihre zahlreichen Gefäßtypen waren weit verbreitet. Ihre Höhepunkte hatte die deutsche Möbel- und Textilkunst in Renaissance und Barock durch die Verbindung einheimischer Traditionen mit fremden, besonders französischen und holländisch-flämischen Einflüssen. Im 19. Jahrhundert sank auf fast allen Gebieten der Kleinkunst und des kunsthandwerklichen Gestaltens die Qualität; erst die Bemühungen des Jugendstils, die vorbildlichen Erzeugnisse der im Deutschen Werkbund zusammengeschlossenen Künstler und die Verbreitung der Bauhaus-Ideen führten einen Wandel herbei.
  1. Einleitung
  2. Architektur
  3. Plastik
  4. Malerei
  5. Kunsthandwerk
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