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LEXIKON

Diphtherie

[
griechisch
]
durch Diphtheriebakterien (Corynebacterium diphtheriae) hervorgerufene, meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Betroffen sind hauptsächlich die oberen Atemwege und der Kehlkopf. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 25 Tage. Die Krankheit beginnt meist allmählich mit Halsschmerzen, Temperaturen bis 39 °C und Schluckbeschwerden. Heiserkeit und Husten kommen hinzu. Im Rachen, auf den Mandeln und im Bereich des Kehlkopfs bilden sich grau-weißliche Beläge, die mit einem charakteristischen süßlichen Geruch einhergehen. Sie können auf die Luftröhre und Bronchien übergreifen und Erstickungsanfälle verursachen. Als u.  U. lebensgefährliche Komplikationen können eine Schädigung des Herzens, der Nerven, der Nieren und der kleinen Arterien auftreten. Zur Behandlung ist die sofortige Gabe von Diphtherie-Antiserum und Antibiotika erforderlich. Zur Vorbeugung wird eine Schutzimpfung dringend empfohlen (Impfkalender).
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