Lexikon

Diphtherie

[
griechisch
]
durch Diphtheriebakterien (Corynebacterium diphtheriae) hervorgerufene, meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Betroffen sind hauptsächlich die oberen Atemwege und der Kehlkopf. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 25 Tage. Die Krankheit beginnt meist allmählich mit Halsschmerzen, Temperaturen bis 39 °C und Schluckbeschwerden. Heiserkeit und Husten kommen hinzu. Im Rachen, auf den Mandeln und im Bereich des Kehlkopfs bilden sich grau-weißliche Beläge, die mit einem charakteristischen süßlichen Geruch einhergehen. Sie können auf die Luftröhre und Bronchien übergreifen und Erstickungsanfälle verursachen. Als u.  U. lebensgefährliche Komplikationen können eine Schädigung des Herzens, der Nerven, der Nieren und der kleinen Arterien auftreten. Zur Behandlung ist die sofortige Gabe von Diphtherie-Antiserum und Antibiotika erforderlich. Zur Vorbeugung wird eine Schutzimpfung dringend empfohlen (Impfkalender).
Arsia Mons
Wissenschaft

Leises Wetter kann auch stürmisch sein

Auf dem Mars ziehen Eiswolken über die Krater und Staubteufel wirbeln auf. Sie verraten, wie lebendig die Atmosphäre des Roten Planeten ist. von KAI DÜRFELD Ein hauchdünner Schleier aus Eis liegt über dem Kraterrand. Die Landschaft ist erstarrt, ein Relief aus Sand und Stein – und regungsloser Stille. Doch weit oben, hoch über...

Forscher mit Bakterienkultur
Wissenschaft

Sauerstoffatmung schon vor der Photosynthese?

Die Erdatmosphäre reicherte sich erst durch die Photosynthese der Cyanobakterien und anderer photosynthetisch aktiver Organismen mit Sauerstoff an. Erst dies ermöglichte die Entwicklung komplexerer Sauerstoff-atmender Organismen. Für ihre Stoffwechsel waren Moleküle wie die aeroben Chinone von großer Bedeutung. Forschende haben...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon