Lexikon
Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz
- Erscheinungsjahr: 1929
- Veröffentlicht: Deutsches Reich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Berlin Alexanderplatz
- Genre: Roman
Mit dem Roman »Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf«, der beim Verlag Fischer in Berlin erscheint, legt der Berliner Arzt Alfred Döblin (* 1878, † 1957) den bedeutendsten deutschen Großstadtroman vor. Erzählt wird die Geschichte des Transportarbeiters Biberkopf, der nach der Haftentlassung versucht, im normalen Leben wieder Fuß zu fassen. Doch in der Großstadt Berlin, der »Hure Babylon«, mit ihrem Häusergewirr, ihren Menschenmassen, dem Zeitungs- und Reklamegeschrei, Ganoven, Zuhältern, Kneipen und Kaschemmen, Hurenwinkeln, Flittermoral und strahlendem Lichterglanz kommt er nicht weit mit seinem Vorsatz, »anständig zu sein«, denn »da hatte sich draußen nichts verändert, und er selber war der gleiche geblieben. Wie sollte da ein neues Resultat entstehen? Offenbar nur, indem einer von beiden zerstört wurde, entweder Berlin oder Franz Biberkopf«. Der Erzähler will die Geschichte vom Franz Biberkopf als Lehrbeispiel verstanden wissen: Biberkopf als Opfer eines falschen Lebensplans. Für Biberkopf ist das Leben etwas, »das von außen kommt, das unberechenbar ist und wie ein Schicksal aussieht«. Im Verlauf der Handlung wird er zu der Einsicht gebracht, dass er nicht dieses Schicksalanklagen, sondern sich selbst ändern muss. Sein dumpfes Dahinleben in zielloser Aktivität und im Vertrauen auf die eigene Stärke führt zur Niederlage. Am Schluss wird er, »ramponiert, aber doch zurechtgebogen«, Hilfsportier in einer kleinen Fabrik am Alexanderplatz.
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