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Wie kommt es zum Samenerguss?

Während des Samenergusses (Ejakulation) wird der Samen aus dem Glied und – bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr – direkt in die Scheide entleert. Während der Phase der Samen- und Sekretabgabe veranlassen Nervenimpulse (diesmal aus dem sympathischen Bereich) die rhythmische Kontraktion der Muskeln in den Wänden der Samenleiter, wodurch der Samen durch peristaltische Bewegungen in Richtung Harnsamenröhre transportiert wird. Zur gleichen Zeit kontrahieren Samenbläschen und Prostata und schütten ihre Sekrete aus. Samen und Sekrete mischen sich zur Samenflüssigkeit, die in die Harnsamenröhre an der Peniswurzel gepresst wird. Der Schließmuskel am Blasenhals kontrahiert und verhindert das Austreten von Urin aus der Blase heraus oder den Rückfluss des Samens in die Blase hinein.

Nach Bereitstellung der Samenflüssigkeit stellt sich beim Mann das Gefühl der unmittelbar bevorstehenden Ejakulation ein. An diesem Punkt ist kein Zurück möglich und der Samenerguss kann nicht mehr verhindert werden. Die Muskeln im Bereich der Gliedwurzel kontrahieren in Intervallen von etwa 0,8 Sekunden und pressen die Samenflüssigkeit in ein bis fünf Stößen durch die Harnsamenröhre und durch die Harnröhrenöffnung nach außen. Der Samenerguss wird von einem Gefühl intensiven körperlichen Genusses begleitet, dem Orgasmus. Bei einer Ejakulation werden durchschnittlich fünf Milliliter – das entspricht etwa einem Teelöffel – Samenflüssigkeit ausgestoßen, die ungefähr 500 Millionen Samenzellen enthalten. Nach beendeter Ejakulation lässt die Erektion nach.

Nach dem Samenerguss bewegen sich die Samen sehr schnell vorwärts und schwimmen schon 90 Sekunden später in dem Schleim, der den Eingang zur Gebärmutter verschließt. Von den vielen Millionen freigegebenen Samenzellen wird es nur ein paar 100 gelingen, den Schleimpfropf des Gebärmutterhalses zu durchdringen und sich auf die Reise durch die Gebärmutter zu den Eileitern zu begeben.

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