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LEXIKON

Erfurt

Erfurt: Stadtwappen
Stadtwappen
19481952 und seit 1991 Hauptstadt des Landes Thüringen, im Thüringer Becken, an der Gera, 199 000 Einwohner; Universität (1994 wiedergegründet), Fachhochschule; Theater; gotischer Dom (11541450), Gotik-, Renaissance- und Barockbauten, Zitadelle (17.19. Jahrhundert), Krämerbrücke (1325); Nahrungsmittel-, Elektro- und elektronische Industrie, Brauereien; traditioneller Gartenbau („Blumenstadt Erfurt“) mit Saatzuchtbetrieben, Gartenbaumuseum; Verkehrsknotenpunkt, Flughafen.

Geschichte

741752 Bischofssitz, unterstand dann (bis 1802) dem Erzbischof von Mainz; im Mittelalter blühende Handelsstadt, 13571816 Universität; 1803 preußisch, 1807 französisch; 1808 trafen Napoleon I. und Zar Alexander I. in Erfurt zusammen (Erfurter Fürstentag); 1815 wieder preußisch; 1850 Erfurter Parlament, das auf Initiative Preußens eine (nicht durchgeführte) Unionsverfassung für Deutschland (unter Ausschluss Österreichs) beschloss; 1891 Parteitag der deutschen Sozialdemokraten mit Annahme des Erfurter Programms; 1944 mit dem Regierungsbezirk Erfurt zu Thüringen, 1970 Treffen zwischen Bundeskanzler W. Brandt und DDR-Ministerratsvorsitzendem W. Stoph.
Entspannungspolitik: Willy Brandt und Willi Stoph
Willy Brandt und Willi Stoph
Das erste gesamtdeutsche Treffen findet am 19. März 1970 zwischen Bundeskanzler Willy Brandt (links) und DDR-Ministerratsvorsitzendem Willi Stoph in Erfurt statt.
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