Lexikon

Estland

Wirtschaft und Verkehr

Dank einer liberalen Wirtschafts- und Steuerpolitik herrscht in Estland ein günstiges Klima für ausländische Direktinvestitionen. Mit der Einführung des Euro am 1. 1. 2011 betont Estland seine enge Anlehnung an den westeuropäischen Wirtschaftsraum. Auf der Grundlage des Waldreichtums (über 40% des Landes sind bewaldet) hat sich eine leistungsfähige Holz-, Papier- und Möbelindustrie entwickelt. Zu den Wachstumsbranchen zählen die Elektronik und die Telekommunikation. Von Bedeutung sind auch Maschinenbau, Nahrungsmittel-, Bau- und Textilindustrie. Die Energieversorgung beruht auf dem Ölschieferbergbau. Außer Ölschiefer werden noch Phosphorit, Kalkstein und Dolomit abgebaut. Die Rolle der Landwirtschaft hat im einstigen Agrarland stark abgenommen. Von Bedeutung sind noch die Viehwirtschaft, der Fischfang und der Anbau von Futtergetreide, Kartoffeln und Flachs. In den letzten Jahren stark gewachsen ist der Dienstleistungssektor, vor allem der Bereich Transportwesen und Tourismus.
Ein Teil des Warenhandels und des Fährverkehrs der Ostseeanrainer wird über die Häfen Tallinn, Sillamäe und Pärnu abgewickelt. Tallinn ist Ausgangspunkt der Via Baltica, der bedeutendsten Fernstraße durch das Baltikum.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
  3. Bevölkerung
  4. Staat und Politik
  5. Wirtschaft und Verkehr
  6. Geschichte
    1. Wechselnde Herrschaften
    2. Neue Unabhängigkeit
Mars, Universum, Weltraum
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