Lexikon

Estland

Neue Unabhängigkeit

Die Reformpolitik Michail Gorbatschows ermöglichte die erneute Eigenstaatlichkeit. 1990 proklamierte Estland seine Unabhängigkeit, die im folgenden Jahr von der Sowjetunion anerkannt wurde. Außenpolitisch suchte das Land nun die schnelle Anbindung an den Westen: 1993 Aufnahme in den Europarat, 1994 Abzug der letzten russischen Truppen, 2004 Aufnahme in die EU und die NATO. Das Verhältnis zu Russland blieb auf Grund von Grenzstreitigkeiten und der Integrationsproblematik der russischen Bevölkerungsgruppe schwierig. In der Innenpolitik kam es zu häufigen Regierungswechseln. Oberste Priorität hatte aber bei allen Regierungen die Förderung der Marktwirtschaft. Staatspräsident ist seit 2006 der Sozialdemokrat Toomas Hendrik Ilves, Ministerpräsident seit 2005 Andrus Ansip (Reformpartei).
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
  3. Bevölkerung
  4. Staat und Politik
  5. Wirtschaft und Verkehr
  6. Geschichte
    1. Wechselnde Herrschaften
    2. Neue Unabhängigkeit
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