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LEXIKON

Fall von Akkon

Fall von Akkon
Abu I-Fida berichtet als Augenzeuge von der Einnahme der Kreuzfahrerfestung Akkon durch Sultan al-Malik 1291:

Die muslimischen Truppen erreichten Akkon in den Tagen des Gumada I dieses Jahres (Anfang Mai 1291), und es entbrannte eine heftige Schlacht... Im Laufe der Belagerung machten die Franken eines Nachts einen überraschenden Ausfall und griffen unsere Leute an; sie schlugen die Vorposten in die Flucht und drangen bis zu den Zelten vor, wo sie sich in Seilen verfingen; ein Ritter fiel in die Latrinengrube einiger Emire und wurde dort getötet... Am nächsten Morgen ließ al-Malik al Muzzaffar, Herr von Hama, einige Frankenköpfe an der Kruppe ihrer Pferde befestigen, die unsere Soldaten erbeutet hatten, und sie Sultan al-Malik al Asraf vorführen.

Der Belagerungsring zog sich immer enger zusammen, bis Gott ... den Angreifern erlaubte, die Stadt im Sturm zu erobern. Als die Muslime eindrangen, floh ein Teil der Bevölkerung auf den Schiffen, während viele andere sich in einigen befestigten Türmen der Stadt verschanzten. Die Muslime richteten in Akkon ein ungeheures Blutbad an... Der Sultan zwang alle, die sich in den Türmen verschanzt hatten, zur Übergabe; sie kamen heraus und wurden bis auf den letzten Mann vor der Stadt enthauptet. Darauf ließ er die Stadt selbst zerstören und dem Erdboden gleichmachen...
Mit diesen Eroberungen waren alle Plätze an der Küste wieder in den Besitz des Islam zurückgekehrt, ein Ergebnis, das niemand auch nur zu hoffen und zu wünschen gewagt hatte: ganz Syrien und die Küstengebiete waren gereinigt von den Franken, nachdem sie beinahe schon Ägypten erobert und sich Damaskus und anderer Städte in Syrien bemächtigt hatten. Lob sei Gott!"
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