Lexikon
fünf zivilisierte Stämme
die fünf bedeutendsten Indianerstämme im Südosten der USA, die Muskhogeestämme der Creek, Chickasaw, Choctaw und Seminolen und der Irokesenstamm der Cherokee, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus eigener Kraft einen beachtlichen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung erzielten und Gesetze und eine Verfassung hatten. Entgegen den vertraglichen Zusicherungen wurden sie in den 1830er Jahren – z. T. nach blutigen Kämpfen – in das Indianerterritorium Oklahoma umgesiedelt, wo sie sich zu einem Staatswesen mit geschriebenen Gesetzen, eigenen Gerichten u. Ä. zusammenschlossen und ihr wirtschaftliches Leben reorganisierten. Erst mit der Schaffung des Bundesstaates Oklahoma 1907 ging ihre Selbstverwaltung zu Ende.
Wissenschaft
Knochen belegen Gewalt-Kannibalismus im Magdalénien
Menschliche Überreste aus der Maszycka-Höhle in Polen zeugen davon, wie Gesellschaften in Mitteleuropa in der Altsteinzeit lebten und wie sie ihre Toten bestatteten. Spuren an diesen Knochen deuten darauf hin, dass die Körper der Verstorbenen systematisch zerlegt wurden – bis aufs Knochenmark, wie neue Analysen ergaben. Die Funde...
Wissenschaft
Kernkraft: zu teuer und zu langsam?
Es gibt viele schlechte Argumente gegen Kernkraft: So sei der radioaktive Abfall ein großes Problem – obwohl tatsächlich nur sehr geringe Mengen davon anfallen und das meiste davon nur schwach radioaktiv ist. Außerdem sei die Strahlung eine unsichtbare und damit unberechenbare Gefahr – obwohl sie deutlich einfacher messbar ist...