Lexikon
Gesetz
Vom Gesetz zur Kodifizierung
Bereits in der Antike gab es Initiativen zur schriftlichen Fixierung von Gesetzen, z. B. der babylonische Codex Hammurapi, das römische Zwölftafelgesetz und die jüdisch-christlichen Zehn Gebote. Im Mittelalter wurden Gesetze aufgeschrieben, meist Gewohnheits-, Volks- und Stammesrecht (z. B. Sachsenspiegel), doch erst im 18./19. Jh. entstanden Gesetzgebungswerke (Kodifikationen), die, aufbauend auf dem Römischen Recht, versuchten, Recht zu systematisieren und einheitliche juristische Regeln für alle Rechtsfälle aufzustellen. So entstanden 1804 mit dem Code civil (auch Code Napoléon) das erste bürgerliche Gesetzbuch, 1794 das „Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten“, das erst 1896 im deutschen Kaiserreich vom Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) abgelöst wurde, oder 1900 das Handelsgesetzbuch (HGB).
- Einleitung
- Vom Gesetz zur Kodifizierung
- Wann ein Gesetz ein Gesetz ist
- Gesetzgebung in Deutschland
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