Lexikon
Gesetz
Vom Gesetz zur Kodifizierung
Bereits in der Antike gab es Initiativen zur schriftlichen Fixierung von Gesetzen, z. B. der babylonische Codex Hammurapi, das römische Zwölftafelgesetz und die jüdisch-christlichen Zehn Gebote. Im Mittelalter wurden Gesetze aufgeschrieben, meist Gewohnheits-, Volks- und Stammesrecht (z. B. Sachsenspiegel), doch erst im 18./19. Jh. entstanden Gesetzgebungswerke (Kodifikationen), die, aufbauend auf dem Römischen Recht, versuchten, Recht zu systematisieren und einheitliche juristische Regeln für alle Rechtsfälle aufzustellen. So entstanden 1804 mit dem Code civil (auch Code Napoléon) das erste bürgerliche Gesetzbuch, 1794 das „Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten“, das erst 1896 im deutschen Kaiserreich vom Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) abgelöst wurde, oder 1900 das Handelsgesetzbuch (HGB).
- Einleitung
- Vom Gesetz zur Kodifizierung
- Wann ein Gesetz ein Gesetz ist
- Gesetzgebung in Deutschland
Wissenschaft
Griechen verschmutzten Umwelt schon in der Antike mit Blei
Das Schwermetall Blei ist schädlich für Natur und Gesundheit. Doch nicht erst seit der Industrialisierung gelangt Blei durch Abwasser und Feinstaub in die Umwelt. Bereits vor etwa 5200 Jahren haben Menschen im antiken Griechenland die Umwelt mit Blei aus der Silberherstellung verschmutzt, wie Bodenproben aus der Ägäis jetzt...
Wissenschaft
»Es herrscht Goldgräberstimmung«
Wirksame Naturstoffe stammen häufig aus dem Globalen Süden. Der Biologe Marco Thines spricht im Interview darüber, wie Mensch und Natur vor Biopiraterie geschützt werden sollen – und was das für die Forschung bedeutet. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Herr Prof. Thines, was ist Biopiraterie? Biopiraterie ist die Nutzung von...