Lexikon
Grüne Revolution
Bezeichnung für die in den 1960er Jahren in Indien und anderen Entwicklungsländern einsetzende Umstellung der Landwirtschaft auf modernere Produktionsmethoden, um die Ernährung der stark wachsenden Bevölkerung sicherzustellen. Es erfolgte vor allem eine Umstellung auf Hochleistungssaatgut und Monokulturen, Einsatz mineralischer Düngemittel, Pflanzenschutzmittel und Bewässerung. Dadurch konnten die Erträge enorm gesteigert werden, aber es zeigten sich auch die negativen Folgen dieser Produktionsweise in einem drastischen Rückgang der Sortenvielfalt, etwa bei den angebauten Getreidearten, einer erhöhten Anfälligkeit für Schädlingsbefall in den Monokulturen und einer Zerstörung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit durch die künstliche Düngung. Außerdem gerieten die Bauern in eine fatale Abhängigkeit von den großen Agrar- und Chemiekonzernen, von denen sie das Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel beziehen mussten. Für viele kleine Bauern wurden diese Anbaumethoden auch einfach zu teuer. Als zweite Grüne Revolution wird vielfach die grüne Gentechnik bezeichnet.
Wissenschaft
Bessere Böden
Weniger Chemie bei vergleichbaren Erträgen: Brasilien arbeitet mit der sogenannten regenerativen Landwirtschaft auf riesigen Flächen.
Der Beitrag Bessere Böden erschien zuerst auf wissenschaft.de.
Wissenschaft
Kosmischer Babyboom
Vor etwa zehn Milliarden Jahren entstanden auf einen Schlag sehr viele Sterne. Seither sinkt die Geburtenrate – und inzwischen hat eine Art kosmischer Dämmerzustand begonnen. von THOMAS BÜHRKE Das Sternbild Fornax (Chemischer Ofen) besteht nur aus wenigen lichtschwachen Sternen. Doch Kosmologen fanden dort den sprichwörtlichen...