Lexikon

Harfe

ein mit den Fingern gezupftes Saiteninstrument, dessen Saitenebene senkrecht zur Decke des Resonanzkastens steht. Die moderne Form der Harfe zeigt einen kleinen Untersatz mit sieben Pedalen, Alle C-Saiten sind rot, alle F-Saiten blau gefärbt. Jedes Pedal kann in 1. oder 2. Stufe eingeklinkt werden; dadurch wird die Saite um einen Halb- bzw. Ganzton verkürzt. Normalstimmung der Harfe ist die Ces-Dur-Tonleiter; da für jede Stufe durch alle Oktaven ein Pedal vorgesehen ist, lassen sich also alle Tonarten einstimmen.
Typisch für die Harfe sind Akkordspiel (Arpeggio [von italienisch arpa, „Harfe“]) und Glissando (Gleiten der Finger über die Saiten). Im Orchester fand die Harfe im Lauf des 19. Jahrhunderts wieder Eingang, nachdem sie bis ins 17. Jahrhundert dort häufig verwendet worden war. In Europa ist die Harfe seit dem 8. Jahrhundert nachgewiesen; bei den Sumerern und Ägyptern finden sich Vorläufer als Winkel- oder Bogenharfen (d. h. ohne stützende Vorderstange) schon im 3. Jahrtausend v. Chr.
Harfe
Harfe
Bei den Sumerern und Ägyptern finden sich Vorläufer der Harfe als Winkel- oder Bogenharfen schon etwa 2700 v. Chr.
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