Wahrig Herkunftswörterbuch
Saite
Saiteninstrumenten wie der Harfe oder der Laute maß man schon früh Sinnbildcharakter bei. Ein Musiker, der andere Saiten aufzieht, ändert den Klang seines Instruments: Wenn jemand dies im übertragenen Sinne tut, ändert er den Ton seiner Äußerungen oder Handlungen. Früher standen sich die Redensarten andere, mildere bzw. gelindere Saiten aufziehen „sich liebenswürdiger geben“ und die Saiten straffer anziehen „strenger sein“ gegenüber. Wer andere Saiten aufzog, wählte demnach eher einen freundlichen Ton. Da der negative Ausdruck mit der Zeit wegfiel, änderte sich auch die Bedeutung der ursprünglich positiven Wendung: Der Ausruf jetzt werden andere Saiten aufgezogen! ist heutzutage ein unmissverständliches Zeichen dafür, dass der (Umgangs-)Ton rauer wird. Das frz. Bild der corde sensible wurde ins Deutsche übertragen als die Saite, die man bei jemandem nicht anschlagen darf, d. h eine Angelegenheit, die man besser nicht erwähnt.
Wissenschaft
So sahen die Hände der frühen Homininen aus
Vor etwa 1,5 Millionen Jahren lebten mehrere Vormenschen-Gruppen in Afrika, darunter Vertreter des Paranthropus boisei. Von diesem entfernten Verwandten des modernen Menschen haben Paläontologen nun ein ungewöhnliches Set an fossilen Knochen entdeckt. Unter den Fundstücken sind erstmals auch Handknochen von Paranthropus boisei....
Wissenschaft
„Punk“ und „Emo“ verändern die Weichtier-Geschichte
Frühe Weichtiere galten bislang als anatomisch eher simpel strukturiert, doch zwei neue Fossilienfunde aus England stellen diese Vorstellung nun in Frage. Bei den 430 Millionen Jahre alten Urzeit-Mollusken handelt es sich um Wesen, die einer Mischung aus Schnecken und Würmern ähnelten und deren Panzer mit markanten Stacheln...