Wahrig Herkunftswörterbuch
Saite
Saiteninstrumenten wie der Harfe oder der Laute maß man schon früh Sinnbildcharakter bei. Ein Musiker, der andere Saiten aufzieht, ändert den Klang seines Instruments: Wenn jemand dies im übertragenen Sinne tut, ändert er den Ton seiner Äußerungen oder Handlungen. Früher standen sich die Redensarten andere, mildere bzw. gelindere Saiten aufziehen „sich liebenswürdiger geben“ und die Saiten straffer anziehen „strenger sein“ gegenüber. Wer andere Saiten aufzog, wählte demnach eher einen freundlichen Ton. Da der negative Ausdruck mit der Zeit wegfiel, änderte sich auch die Bedeutung der ursprünglich positiven Wendung: Der Ausruf jetzt werden andere Saiten aufgezogen! ist heutzutage ein unmissverständliches Zeichen dafür, dass der (Umgangs-)Ton rauer wird. Das frz. Bild der corde sensible wurde ins Deutsche übertragen als die Saite, die man bei jemandem nicht anschlagen darf, d. h eine Angelegenheit, die man besser nicht erwähnt.
Wissenschaft
Frühe Diagnose
Neue Biomarker helfen, allererste Warnsignale der Parkinsonerkrankung zu erkennen, noch bevor die typischen motorischen Symptome zur Diagnose führen. von CHRISTIAN JUNG Nach wie vor weiß man bei Morbus Parkinson nicht, wie lange die Erkrankung im Körper unbemerkt Anlauf nimmt, bevor sie sichtbar und vor allem bis sie korrekt...
Wissenschaft
Fischfang als Wegbereiter für die Maya?
In Mittelamerika lebten schon vor tausenden Jahren Jäger und Sammler. Offenbar waren diese Menschen auch versierte Fischer, wie ein neuer Fund nun nahelegt. In einem artenreichen Feuchtgebiet in Belize haben Anthropologen Überreste eines ausgedehnten Grabensystems entdeckt, das bereits vor rund 4000 Jahren dem Fischfang diente....