Lexikon
Heizung
Heizung
Heizung
Funktion Zentralheizung/Gasboiler
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Heizkessel
Heizkessel
© wissenmedia/Rita Reiser
Sammelheizungen
1. Luftheizung als Umlauf-, Frischluft- oder Mischluftheizung: Die durch Luftheizöfen mit großer Heizfläche erwärmte Luft wird durch Warmluftkanäle in die zu beheizenden Räume geleitet. Die Umlaufheizung wird angewendet in Räumen, in denen sich nur wenige Menschen aufhalten, ferner zum Aufheizen noch nicht besetzter Versammlungsräume. Bei Frischluftheizung wird die außerhalb des Gebäudes entnommene Luft dem Heizofen zugeführt und als Warmluft weitergeleitet. Bei Mischluftheizung wird der Anteil der Frischluft nur so groß gewählt, dass die auftretende Luftverschlechterung ausgeglichen wird.
2. Dampfheizung als Niederdruckdampfheizung mit rund 0,5 bar oder als Hochdruckdampfheizung mit über 0,5 bar Dampfdruck. Dabei wird in einem Kessel Dampf erzeugt, der durch Rohrleitungen den Heizkörpern zuströmt. Das bei Abkühlung des Dampfes sich bildende Kondenswasser wird durch Kondensatableiter (Kondenstopf) abgeschieden und fließt durch Rücklaufleitungen wieder dem Kessel zu.
3. Warmwasserheizung: Bei ihr steigt das in einem Heizkessel auf etwa 60–90 °C erwärmte und dadurch leichtere Wasser durch eigenen Antrieb in Steigleitungen (Vorlaufleitungen) hoch und durchfließt die Heizkörper oder die in Fußböden, Wänden und Decken untergebrachten Heizschlangen. Das abgekühlte und dadurch schwerere Wasser läuft durch Rücklaufleitungen dem Heizkessel zu, wo es wieder erwärmt wird und einen neuen Kreislauf beginnt (Schwerkraft- oder Auftriebheizung).
4. Fernheizung zur Versorgung von Gebäudekomplexen oder von ganzen Stadtteilen durch meist unterirdische Rohrleitungen von einer Zentrale aus (Fernheizwerk, Heizkraftwerk), oft auf weite Entfernungen, mit Heißluft, Heißwasser oder Dampf. Der Abdampf von Großanlagen der Industrie wird oft wirtschaftlich verwertet. Nachtspeicherheizung, Solarkollektor, Wärmepumpe.
Einzelheizungen
Außer dem Kamin (offene Feuerstelle mit geringer Wirkung, für kalte Gegenden ungeeignet) und dem Kaminofen (guter Wirkungsgrad) gibt es folgende Einzelheizungen:
1. Gasöfen beziehen ihren Brennstoff überwiegend aus dem Netz; vorteilhaft wegen der unmittelbaren Heizwirkung, des hohen Wärmewirkungsgrads und der leichten Regelbarkeit der Brennstoffmenge.
2. Ölöfen, bei denen Heizöl durch den Ölbrenner in feinste Teilchen versprüht wird und verbrennt. Die Versorgung mit Brennstoff erfolgt in längeren Zeitintervallen als bei Kohle-Einzelöfen.
3. elektrische Öfen, bei denen die in einem Widerstandsdraht (Widerstandsofen) erzeugte Wärme entweder durch einen Reflektor direkt in den Raum gestrahlt (Strahlungsofen, Reflektorofen) oder von einer Wärme speichernden Füllung (z. B. Sand) aufgenommen und langsam abgegeben wird. (Nachtspeicherofen).
4. Kachelöfen, meist mit Braunkohlebriketts beheizt; wirtschaftlicher als eiserne Öfen. Durch liegende, stehende oder gemischte Züge werden die Rauchgase vom tief liegenden Feuerraum durch den Ofenkörper hindurch und an die aus Ton gebrannten Kacheln herangeführt. Diese speichern die Wärme und geben sie nur langsam wieder ab.
5. eiserne Öfen, z. B. der Allesbrenner mit waagerechtem Rost und innerer Schamotteauskleidung (irischer Ofen) oder der Dauerbrandofen, bei dem das Heizmaterial (Koks, Anthrazit) von unten her langsam verbrennt (amerikanischer Ofen). Ofen.
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