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LEXIKON

Hrpes

[
der; griechisch
]
Herpes simplex
Bläschenausschlag an Haut und Schleimhäuten, der durch eine Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus hervorgerufen wird und an den Lippen (Herpes labialis) oder Genitalien (Herpes genitalis), seltener an der Hornhaut des Auges (Herpes corneae) auftritt. Es kommt zu Juckreiz und Spannungsgefühl, dann treten nässende Bläschen auf rotem Grund in Gruppen auf, die krustig eintrocknen und nach 810 Tagen narbenlos abheilen. Die Virusübertragung erfolgt beim Lippenherpes meist schon im frühen Kindesalter durch Tröpfchen- und Schmierinfektion, beim Genitalherpes überwiegend durch sexuelle Kontakte. Die Erstinfektion bleibt zunächst meist unbemerkt, da sie ohne Symptome verläuft. Die Viren verharren aber lebenslang in Ruhe in den Nervenknoten (Latenz) und können jederzeit durch verschiedenste Stressfaktoren aktiviert werden, z. B. durch Fieber, intensive Sonnenbestrahlung, Hormonschwankungen (z. B. Menstruation), psychische Belastungen u. a. Behandlung durch Anwendung von Virostatika im Frühstadium der Symptome. Im Falle einer Virusübertragung bei einem Neugeborenen (Herpes neonatorum), z. B. während der Geburt, kann es zu einer lebensbedrohl. (lebensbedrohlichen) Erkrankung kommen.
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