Lexikon
Hinduịsmus
Heilige Schriften
Die Veden sind die ältesten heiligen Schriften Indiens und werden von vielen Hindus als göttliche Offenbarung angesehen. Seit 1500 v. Chr. mündlich in der Priesterkaste überliefert, wurden sie um 800 v. Chr. in vier Sammlungen (Samhitas) zusammengefasst. Die Veden enthalten u. a. Götterhymnen, rituelle Anweisungen sowie magische und okkulte Texte und Rituale. Den Abschluss der Veden bilden die Upanishaden. Die in ihnen enthaltenen Lehren, wie durch kontemplative Techniken der Heilsweg beschritten werden kann, stellen die Grundlage der hinduistischen Religionsphilosophie dar. Daneben gibt es u. a. die Puranas („alte Erzählungen“), die Weltschöpfungsmythen sowie Darstellungen der Königsgeschlechter enthalten.
Die bedeutendsten Hindu-Epen sind das Mahabharata (entstanden zwischen 400 v. Chr. u. 300 n. Chr.), mit ca. 100 000 Versen das längste Gedicht der Welt, über die Kämpfe zwischen den Nachkommen des Königs Bharata sowie das Ramayana (ca. 300–400 v. Chr.) über den Prinzen Rama, seine gerechte Herrschaft und seine treue Frau Sita.
- Einleitung
- Der hinduistische Daseinskreislauf
- Göttervielfalt
- Heilige Schriften
Wissenschaft
Triumph des Möglichen
Als Galileo Galilei seine Idee eines Buches der Natur verkündete, das in der Sprache der Geometrie verfasst sein müsse, machte er Gott zu einem Mathematiker, und viele denkende Menschen stimmten ihm zu. Sie stimmten ihm erst recht zu, nachdem Isaac Newton die Kräfte zwischen Massen mithilfe einer Formel – einem Naturgesetz in...
Wissenschaft
»Es entsteht Neues und Spannendes«
Das Forschungsfeld der synthetischen Biologie entwickelt sich rasant. Biochemiker Tobias Erb berichtet von den Anfängen – und wie es immer weiter vorangeht. Das Gespräch führte RAINER KURLEMANN Herr Prof. Erb, wie reagieren Menschen, denen Sie erzählen, woran Sie forschen? Ich habe selten das Gefühl, dass synthetische Biologie...