Lexikon
Hinduịsmus
Heilige Schriften
Die Veden sind die ältesten heiligen Schriften Indiens und werden von vielen Hindus als göttliche Offenbarung angesehen. Seit 1500 v. Chr. mündlich in der Priesterkaste überliefert, wurden sie um 800 v. Chr. in vier Sammlungen (Samhitas) zusammengefasst. Die Veden enthalten u. a. Götterhymnen, rituelle Anweisungen sowie magische und okkulte Texte und Rituale. Den Abschluss der Veden bilden die Upanishaden. Die in ihnen enthaltenen Lehren, wie durch kontemplative Techniken der Heilsweg beschritten werden kann, stellen die Grundlage der hinduistischen Religionsphilosophie dar. Daneben gibt es u. a. die Puranas („alte Erzählungen“), die Weltschöpfungsmythen sowie Darstellungen der Königsgeschlechter enthalten.
Die bedeutendsten Hindu-Epen sind das Mahabharata (entstanden zwischen 400 v. Chr. u. 300 n. Chr.), mit ca. 100 000 Versen das längste Gedicht der Welt, über die Kämpfe zwischen den Nachkommen des Königs Bharata sowie das Ramayana (ca. 300–400 v. Chr.) über den Prinzen Rama, seine gerechte Herrschaft und seine treue Frau Sita.
- Einleitung
- Der hinduistische Daseinskreislauf
- Göttervielfalt
- Heilige Schriften
Wissenschaft
Auf der Stresswelle
Was mit wenigen Hormonmolekülen im Hypothalamus beginnt, vervielfacht sich zu einer Cortisol-Flut, die unseren Körper überschwemmt. von SIGRID MÄRZ Mit gerade einmal vier Gramm ist der Hypothalamus ein Leichtgewicht, vor allem im Vergleich zum Gehirn insgesamt, das es auf etwa 1,4 Kilogramm bringt. Und dennoch enthält dieser...
Wissenschaft
Scharf sehen
Wie sich Kurzsichtigkeit vorbeugen lässt – und was gegen den fortschreitenden Verlust des Augenlichts hilft. von SUSANNE DONNER Es waren kleine Hähne, die Frank Schaeffel Entscheidendes über das Sehen lehrten. Er setzte ihnen noch als Küken eine Brille auf, die er in mühsamer Handarbeit in eine Lederhaube einnähte. Im Zeitraffer...