Lexikon
Irak
Wirtschaft und Verkehr
Das Wirtschaftsleben im Irak war durch die kriegerischen Auseinandersetzungen (Golfkriege, Irakkrieg) größtenteils zum Erliegen gekommen. Grundlage des Wiederaufbaus sind internationale Kredite und die Erdölwirtschaft.
Die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln ist seit Jahren unzureichend. Mit Ausnahme des Nordostens ist die Landwirtschaft überwiegend nur mit Hilfe künstlicher Bewässerung möglich. Mit großen Bewässerungsprojekten wurden Trockengebiete für den Nahrungsmittelanbau erschlossen; sie sind jedoch zunehmend von Bodenversalzung bedroht. Bei der Bewässerung ist das Land auf das Wasser von Euphrat und Tigris angewiesen, das durch große Staudämme in der Türkei und in Syrien immer knapper wird. Wichtige Anbauprodukte sind Weizen, Gerste und Reis (im Süden) sowie Baumwolle, Sesam und Tabak. Ausgedehnte Dattel- und Zitrushaine finden sich entlang der Flüsse und Kanäle.
In den 1970er Jahren hatte der Irak infolge seines Erdölreichtums ein starkes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen. Mit über 15 Mrd. t sicherer Reserven gehört das Land zu den erdölreichsten Ländern der Welt. Die größten Vorkommen liegen am nordöstlichen Gebirgsrand und in der Wüste westlich von Basrah. Die Industrie verarbeitet vorwiegend Erdöl und landwirtschaftliche Produkte. Bagdad und Basrah sind die wichtigsten Standorte.
Mittelpunkt des durch die Kriege ebenfalls in Mitleidenschaft gezogenen Verkehrsnetzes ist Bagdad. Nach den beiden Golfkriegen ist die Bedeutung des Straßenverkehrs zulasten der Eisenbahn gestiegen. Die wichtigste Bahnlinie ist der Endabschnitt der Bagdad-Bahn von Bagdad bis Basrah und Umm-Qasr, dem Tiefwasserhafen an der Grenze zu Kuwait. Kaum noch eine Rolle spielt die ehemals bedeutende Binnenschifffahrt auf dem Euphrat und dem 1992 eröffneten Tigris-Kanal.
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