Lexikon
Irak
Unabhängigkeit und Hussein-Regime
Im 1. Weltkrieg besetzten britische Soldaten das Land. 1921 wurde es britisches Mandatsgebiet und Faisal I. aus der arabischen Haschemitendynastie zum König gekrönt. Die britische Dominanz blieb trotz der nominellen Selbständigkeit des Iraks nach Auslaufen des Völkerbundmandats 1932 zunächst bestehen.
In der Revolution von 1958 kamen König Faisal II., der Kronprinz und der Ministerpräsident Nuri As Said ums Leben. Die unter General Abd Al Karim Kassem gebildete Regierung lehnte sich an die UdSSR an. 1961 versuchten die Kurden erstmals, ihre Forderung nach Autonomie in einem Aufstand durchzusetzen. 1968 kam durch Staatsstreich die Baath-Partei an die Macht. 1979 wurde Saddam Hussein Staatspräsident. Unter seiner Regierung kam es 1980 zum Krieg mit Iran (erster Golfkrieg), der erst 1988 mit einem Waffenstillstand beendet wurde. 1990 annektierte Irak das Emirat Kuwait und erklärte es zur 19. irakischen Provinz. Die USA und andere Länder entsandten Truppen in das Krisengebiet. Am 17. 1. 1991 begann die militärische Auseinandersetzung (zweiter Golfkrieg), die am 28. 2. 1991 mit einer völligen irakischen Niederlage endete. Irak musste sich u. a. zum Rückzug aus Kuwait und zum Verzicht auf ABC-Waffen verpflichten. Aufstände schiitischer und kurdischer Widerstandsgruppen gegen das Hussein-Regime, das seine Macht konsolidierte, blieben erfolglos. In der Folgezeit verschärften sich die Spannungen mit den USA insbesondere über die UN-Waffeninspektionen.
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