Lexikon

Isomre

Chemie
chemische Verbindungen, die aus der gleichen Zahl der gleichen Atome bestehen, die sich jedoch in der Art der Verknüpfung bzw. in der räumlichen Anordnung der Atome bzw. Atomgruppen unterscheiden. Dieser Unterschied in der Anordnung der Atome im Molekül ist der Grund für die unterschiedlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften von Isomeren. Man unterscheidet:
Isomere: Strukturisomere
Isomere: Strukturisomere
Oben: Benzolring mit Substituenten in verschiedenen Stellungen;
unten: Atome der Verbindung C2H6O, in verschiedener Reihenfolge angeordnet
1. Strukturisomere; die Atome der betreffenden Verbindungen sind in verschiedener Reihenfolge verknüpft, z. B. Ethylalkohol und Dimethylether, C2H6O, oder die Substituenten am Benzolring in verschiedenen Stellungen, z. B. Nitrophenol, C6H4(OH)NO2.
Isomere: Stereoisomere
Isomere: Stereoisomere
2. Stereoisomere; die Atome sind in gleicher Reihenfolge verknüpft, aber räumlich verschieden angeordnet, entweder infolge einer Doppelbindung (cis-, trans-Isomere) oder an einem asymmetrischen C-Atom (Kohlenstoffatom, das mit vier unterschiedlichen Atomen oder Atomgruppen verbunden ist); die Moleküle solcher Isomeren verhalten sich in ihrem räumlichen Aufbau wie Bild und Spiegelbild (Spiegelbildisomere), sie drehen beim Durchtritt von polarisiertem Licht die Ebene der Schwingungsrichtung (optische Aktivität). Der Begriff der Isomere wurde 1830 von J. J. Berzelius eingeführt.
Phaenomenal_NEU.jpg
Wissenschaft

Dicke Kleidung bringt’s nicht

Warum man an kalten Tagen in dicker Kleidung unter Umständen stärker friert als in dünner, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Unter dem Begriff „gefühlte Temperatur“ kann sich mittlerweile jeder etwas vorstellen und weiß daher, dass das Wohlbefinden im Freien nicht nur von der gemessenen Temperatur, sondern maßgeblich von anderen...

forschpespektive_NEU.jpg
Wissenschaft

Flüchtige Dogmen

Warum werden in der Biologie immer wieder Dogmen aufgestellt – und meist auch wieder gebrochen? Schließlich kommt der Begriff „Dogma“ historisch aus Theologie und Philosophie und bezeichnet vornehmlich eine – meist „von oben“ – beschlossene oder gar verordnete grundsätzliche Lehraussage, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon