Lexikon

japanische Philosophie

Die japanische Philosophie ist mit dem religiösen Denken des Landes eng verbunden. Dieses hat den Shintoismus mit den Fremdreligionen des Buddhismus und Konfuzianismus zu einer Einheit verbunden. Die Religionen sind verschiedener Ausdruck (Wege: Michi) einer Wahrheit. Die Kosmologie lässt alles sich im Raum entfalten, der identisch ist mit dem Umgreifenden, dem Nichts. Das Ganze ist göttlich, aber ohne Personalität. Es wird im Shintoismus als Götterwesen, im Konfuzianismus als Universum, im Buddhismus als Nichts gedacht. Es umgreift auch die Zeit, die „ein Strömen aus ewiger Vergangenheit her in ewige Zukunft hin“ ist. Demgemäß ist auch Geschichte nicht eine lineare Abfolge, sondern „dauernder Umschwung im ewigen Nun“ (Nishida Kitaro).
Die Absonderung des Menschen aus dem Ganzen ist nicht Schuld, sondern Mangel. Sie ist deshalb durch die eigene Bemühung zu überwinden. Die Unausweichlichkeit des individuellen Erlöschens im Tod zeigt ihm die Nichtigkeit des menschlichen individuellen Daseins. In der modernen japanischen Philosophie, z. B. bei Tanabe Hajime, zeigt sich in zunehmendem Maß die Einwirkung europäischen und nordamerikanischen Denkens, der gegenüber sich jedoch der traditionelle Grundzug behauptet.
Genetik
Wissenschaft

Denisova-Erbgut könnte Besiedlung Amerikas erleichtert haben

Als die Vorfahren der heutigen amerikanischen Ureinwohner vor vielen tausend Jahren erstmals den neuen Kontinent besiedelten, könnte ihnen eine frühmenschliche Genvariante geholfen haben. Eine Studie zeigt, dass das Immun-Gen MUC19 bei vielen Menschen mit indigener amerikanischer Abstammung in einer Variante vorliegt, die...

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Wissenschaft

Gefühlte Zeit

Wie Gehirn und Körper unser Zeitempfinden hervorbringen. Von Tobias Hürter Eine halbe Stunde in der S-Bahn, müde und hungrig nach der Arbeit: eine gefühlte Ewigkeit. Eine halbe Stunde in der S-Bahn, ausgeschlafen und mit einer spannenden Lektüre in der Hand: Die Zeit rast. Nur nicht die Haltestelle verpassen. Das Zeitgefühl ist...

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