Lexikon

japanische Philosophie

Die japanische Philosophie ist mit dem religiösen Denken des Landes eng verbunden. Dieses hat den Shintoismus mit den Fremdreligionen des Buddhismus und Konfuzianismus zu einer Einheit verbunden. Die Religionen sind verschiedener Ausdruck (Wege: Michi) einer Wahrheit. Die Kosmologie lässt alles sich im Raum entfalten, der identisch ist mit dem Umgreifenden, dem Nichts. Das Ganze ist göttlich, aber ohne Personalität. Es wird im Shintoismus als Götterwesen, im Konfuzianismus als Universum, im Buddhismus als Nichts gedacht. Es umgreift auch die Zeit, die „ein Strömen aus ewiger Vergangenheit her in ewige Zukunft hin“ ist. Demgemäß ist auch Geschichte nicht eine lineare Abfolge, sondern „dauernder Umschwung im ewigen Nun“ (Nishida Kitaro).
Die Absonderung des Menschen aus dem Ganzen ist nicht Schuld, sondern Mangel. Sie ist deshalb durch die eigene Bemühung zu überwinden. Die Unausweichlichkeit des individuellen Erlöschens im Tod zeigt ihm die Nichtigkeit des menschlichen individuellen Daseins. In der modernen japanischen Philosophie, z. B. bei Tanabe Hajime, zeigt sich in zunehmendem Maß die Einwirkung europäischen und nordamerikanischen Denkens, der gegenüber sich jedoch der traditionelle Grundzug behauptet.
Confused_Senior_Man_With_Dementia_Looking_At_Wall_Calendar
Wissenschaft

Weniger vergessen

Das Alzheimermedikament Lecanemab ist ein Hoffnungsträger. Was es leisten kann – und warum es vor der Therapie auf eine frühzeitige Diagnose ankommt. von TIM SCHRÖDER Lutz Frölich hat jeden Donnerstag Sprechstunde. Alle haben dieselbe Frage, wenn sie Platz genommen haben: Habe ich jetzt Alzheimer oder nicht? „Viele Menschen, die...

Anwendungen, Gehirn, Informationen
Wissenschaft

Rechnen wie das Gehirn

Mit klassischen Computern fällt es immer schwerer, den Hunger der Menschheit nach Rechenleistung zu stillen. Auf der Suche nach Alternativen lassen sich die Forscher auch vom Nervensystem inspirieren. Das Ziel ist es, biologische Konzepte auf die technische Informationsverarbeitung zu übertragen. von THOMAS BRANDSTETTER Auch wenn...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon