Lexikon
japanische Philosophie
Die japanische Philosophie ist mit dem religiösen Denken des Landes eng verbunden. Dieses hat den Shintoismus mit den Fremdreligionen des Buddhismus und Konfuzianismus zu einer Einheit verbunden. Die Religionen sind verschiedener Ausdruck (Wege: Michi) einer Wahrheit. Die Kosmologie lässt alles sich im Raum entfalten, der identisch ist mit dem Umgreifenden, dem Nichts. Das Ganze ist göttlich, aber ohne Personalität. Es wird im Shintoismus als Götterwesen, im Konfuzianismus als Universum, im Buddhismus als Nichts gedacht. Es umgreift auch die Zeit, die „ein Strömen aus ewiger Vergangenheit her in ewige Zukunft hin“ ist. Demgemäß ist auch Geschichte nicht eine lineare Abfolge, sondern „dauernder Umschwung im ewigen Nun“ (Nishida Kitaro).
Die Absonderung des Menschen aus dem Ganzen ist nicht Schuld, sondern Mangel. Sie ist deshalb durch die eigene Bemühung zu überwinden. Die Unausweichlichkeit des individuellen Erlöschens im Tod zeigt ihm die Nichtigkeit des menschlichen individuellen Daseins. In der modernen japanischen Philosophie, z. B. bei Tanabe Hajime, zeigt sich in zunehmendem Maß die Einwirkung europäischen und nordamerikanischen Denkens, der gegenüber sich jedoch der traditionelle Grundzug behauptet.
Wissenschaft
Hungrige Bakterien fressen ihre Nachbarn
Bakterien konkurrieren untereinander um Platz und Nährstoffe. Einige Stämme haben dazu mikrobielle Waffen entwickelt, mit denen sie ihre bakteriellen Nachbarn zerstören können. Nun zeigt eine Studie, dass diese Waffen nicht nur unspezifisch im Konkurrenzkampf zum Einsatz kommen, sondern auch gezielt zur Jagd genutzt werden:...
Wissenschaft
Wie die Städte leiser werden
Die Lärmbelastung in Städten kostet ihre Bewohner Lebenszeit. Doch weltweit tüfteln Forscher an unterschiedlichen Lösungen gegen den Krach. von MARTIN ANGLER Die Rue D’Avron ist eine von vielen Nebenstraßen in der Pariser Innenstadt, nur einen Steinwurf vom berühmten Père-Lachaise-Friedhof entfernt, auf dem Édith Piaf und Jim...