Lexikon
Jordanien
Landwirtschaft und Industrie
Nur ein sehr kleiner Teil des Landes erhält genügend Niederschläge oder wird bewässert, um eine ertragreiche Landwirtschaft zu ermöglichen. Mit dem Westjordanland ging 1967 das wichtigste Anbaugebiet verloren. Im Nordwesten finden sich in den Becken und Tälern des aus Kalk aufgebauten Berg- und Tafellandes ergiebige Karstquellen und einzelne Flüsse. Hier und in der Jordansenke erstrecken sich Getreidefelder und Gartenkulturen, Weinpflanzungen und Olivenhaine. Die wasserarmen, verkarsteten Höhen tragen nur kümmerliche Waldreste mit Kiefern und Eichen oder karge Weideflächen. Das übrige Land ist kaum nutzbare Wüste und Wüstensteppe.
Die Industrie erzeugt in erster Linie Nahrungsmittel und Verbrauchsgüter. Der einzige nennenswerte Bodenschatz ist Phosphat, dessen Abbau in den letzten Jahren allerdings abgenommen hat. Im Gegensatz zu den meisten arabischen Ländern blieb in Jordanien die Erdölsuche erfolglos. Wichtig ist auch die Gewinnung von Pottasche aus dem Toten Meer. Phosphat und Pottasche sowie aus ihnen gewonnene chemische Produkte wie Dünger stellen neben Bekleidung die wichtigsten Exportgüter dar.
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