Lexikon
Jordanien
Die Entwicklung seit den 1990er Jahren
Im Golfkrieg 1991 nahm Jordanien eine vorsichtige proirakische Haltung ein. Inzwischen hatte Hussain eine innenpolitische Liberalisierung eingeleitet. 1993 fanden erstmals seit 37 Jahren Mehrparteienwahlen statt. 1994 kam es zum Friedensschluss und zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Jordanien und Israel. Nachfolger Hussains als König wurde nach dessen Tod am 7. 2. 1999 sein Sohn Abdallah Ibn Hussain II, der sich um eine Modernisierung des Landes bemühte. Bei den Parlamentswahlen 2007 konnten die königstreuen Kräfte ihre Stellung zulasten der Islamisten ausbauen. Nach Kontroversen über die Effizienz der Parlamentsarbeit löste der König die Volksvertretung im November 2009 auf und ordnete vorzeitige Neuwahlen an. Diese fanden 2010 statt und wurden von der oppositionellen Islamic Action Front boykottiert. Wie schon bei den Wahlen zuvor zogen hauptsächlich Vertreter der den König stützenden traditionellen Eliten und Stammesführer in das Parlament ein. In der Folge des Umsturzes in Tunesien kam es im Januar 2011 in Amman und anderen Städten zu Protesten der Opposition gegen soziale Missstände und mangelhafte politische Partizipation. Daraufhin ernannte der König im Februar 2011 eine neue Regierung, um wirtschaftliche und politische Reformen durchzuführen.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Bildung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Nabatäer und Islamisierung
- Transjordanien
- Im Nahostkonflikt
- Die Entwicklung seit den 1990er Jahren
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