Lexikon

Kant

Die vorkritische Phase

In seiner „vorkritischen“ Schaffensperiode (bis etwas 1769) beschäftigte sich Kant zunächst mit naturwissenschaftlichen Problemen. In seiner anonym veröffentlichten „Allgemeinen Naturgeschichte und Theorie des Himmels“ 1755 entwarf er auf der Grundlage der Galileisch-Newton’schen Physik eine Theorie der Entstehung des Planetensystems und des Kosmos, die auch für die moderne Astronomie bedeutend blieb (Kant-Laplace’sche Theorie). In seinem Denken folgte Kant zunächst der rationalistische Aufklärungsphilosophie von G. W. Leibniz und C. Wolff, ging aber bald unter dem Einfluss von J.-J. Rousseau auf Distanz zu dieser herrschenden Schulphilosophie und wendete sich religionsphilosophischen und ethischen Fragen zu. Entscheidend für seine Neuorientierung war die Auseinandersetzung mit dem englischen Empirismus (D. Hume).
  1. Einleitung
  2. Die vorkritische Phase
  3. Analyse des menschlichen Erkenntnisvermögens – Die Kritik der reinen Vernunft
  4. Eine neue Ethik – Die Kritik der praktischen Vernunft
  5. Das Schöne und das Erhabene – Die Kritik der Urteilskraft
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