Lexikon

Karl Martell

[
„Hammer“
]
Hausmeier des Frankenreichs 715–741, * um 688, † 15. 10. 741 Quierzy; Sohn des Hausmeiers Pippin II. (des Mittleren) und der Chalpaida, besiegte die Neustrier 716, 717 und 719 sowie die Araber 732 bei Tours und 737 bei Narbonne. Nach Theuderichs IV. Tod setzte Karl Martell keinen Merowingerkönig mehr ein und regierte selbst, königlich geehrt. Er erneuerte die Vorherrschaft der Franken, auch in Burgund und in der Provence. Um sich eine stets schlagkräftige Gefolgschaft zu sichern, stattete er seine Anhänger mit Benefizien (Lehen) aus Kirchengut aus. Die Mission des Bonifatius im rechtsrheinischen Gebiet schützte er. Bei seinem Tod teilte Karl Martell die Herrschaft unter seine Söhne Karlmann und Pippin III. (dem Jüngeren).
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