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LEXIKON

Karl V.

Ringen um die Glaubenseinheit

Unter Berufung auf die von Karl dem Großen verkörperte mittelalterliche Kaiseridee (monarchia universalis) suchte Karl die mittelalterliche Glaubenseinheit wiederherzustellen. Unter diesem Gesichtspunkt sind sowohl die Förderung der Konquistadoren (Eroberung Mexikos durch Cortés und Perus durch Pizarro; erste Weltumseglung des Magellan 1518) als auch sein Kampf gegen die Reformation (Erlass des Wormser Edikts gegen M. Luther 1521) zu sehen.
1547 besiegte Karl zwar den Schmalkaldischen Bund bei Mühlberg, musste jedoch nach dem Frontwechsel Moritz von Sachsen und bei der Gegnerschaft der Päpste Paul III. ( 1549) und Julius III. ( 1555), die ihm jegliches Eingreifen auf dem Trienter Konzil (15461563) versagten, auf das Augsburger Interim von 1548 im Augsburger Religionsfrieden von 1555 verzichten, der die Glaubensspaltung im Reich besiegelte.
  1. Einleitung
  2. Kaiserwahl und Krönung
  3. Kampf an vielen Fronten
  4. Ringen um die Glaubenseinheit
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