Lexikon
Kolumbien
Unabhängigkeitskampf und Staatsgründung
1499 entdeckten Alonso de Hojeda und Amerigo Vespucci die Nordküste des heutigen Staates. Die Spanier eroberten 1536–1539 das Landesinnere und gründeten 1739 das Vizekönigreich Neugranada. 1810 erklärte es seine Unabhängigkeit; die Spanier wurden von S. Bolívar in jahrelangen Kämpfen aus dem Land vertrieben. 1819 wurde die Republik Groß-Kolumbien (nach C. Kolumbus benannt) proklamiert, die aus Kolumbien, Ecuador, Panama und Venezuela bestand. 1829/30 fielen Venezuela und Ecuador ab. Der Rest nannte sich Republik Neugranada; seit 1861 Vereinigte Staaten von Kolumbien und seit 1886 Republik Kolumbien. Ständige Machtkämpfe zwischen zentralistischen Konservativen und föderalistisch gesinnten Liberalen bestimmten die Innenpolitik. Ein blutiger Bürgerkrieg („Krieg der tausend Tage“) forderte 1899–1902 rd. 100 000 Opfer. Unter dem Druck der USA trennte sich Panama 1903 von Kolumbien und wurde selbstständige Republik. Die nach langer Regierungszeit der Konservativen 1930 an die Macht gelangten Liberalen nahmen sozialpolitische Reformen in Angriff.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Bildung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Unabhängigkeitskampf und Staatsgründung
- Demokratie und Gewalt
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