Daten der Weltgeschichte
30.1.2005, Erste freie Wahl seit 1953
Irak
Ungeachtet der Gewaltdrohungen von Extremisten beteiligen sich insgesamt rd. 60 % der registrierten Wähler an der ersten freien Wahl einer Nationalversammlung seit 1953. Die Bevölkerungsgruppe der Sunniten bleibt den Wahllokalen allerdings größtenteils fern. Außer dem Nationalkonvent, der eine Verfassung erarbeiten soll, werden 18 Provinzräte und ein besonderes Parlament für das Kurdengebiet gewählt. Nach dem amtlichen Ergebnis entfallen 140 der insgesamt 275 Sitze auf die Allianz der Schiiten-Parteien um Großajatollah Ali as-Sistani. Zweitstärkste Kraft wird das Wahlbündnis der Kurden mit 75 Abgeordneten. Die Liste von Übergangs-Ministerpräsident Ijad Allawi erhielt 40 Sitze. Am 6. April wählt das Parlament im Irak den Kurdenführer Dschalal Talabani mit 227 von 275 Stimmen zum neuen Staatspräsidenten. Zu seinen Stellvertretern werden der Sunnit Ghasi Jawar und der Finanzminister der Übergangsregierung, Adel Abdul Mahdi, ein Schiit, bestimmt.
Gondwanas Erbe
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Rätsel des Sonnenzyklus gelöst
Alle 10,4 Jahre ist die Zahl der Sonnenflecken am größten. Das konnten Forscher nun erstmals über ein Jahrtausend hinweg nachweisen – und endlich auch die Ursache klären. von THOMAS BÜHRKE Im Jahr 1829 verkaufte Samuel Heinrich Schwabe seine Apotheke in Dessau. Das tat er nicht etwa, weil sie schlecht lief, sondern weil er sich...