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LEXIKON

Kraniche

Gruidae
Familie der Kranichvögel, große, langbeinige Vögel; 14 Arten in den Sumpfgebieten aller Erdteile vorkommend. Der in Nord- und Mitteleuropa sowie im Norden Asiens heimische Kranich, Grus grus, lebt paarweise in Sumpf- und Moorlandschaften, zur Zugzeit gesellig. Der in den 1970er Jahren bei uns selten gewordene Vogel gilt in seinem Bestand heute wieder als gesichert. In den Steppen und Sümpfen Afrikas kommt der Kronen- oder Pfauenkranich, Balearica pavonina, vor, der eine gelbe Federkrone trägt; durch weiße Federbüsche an den Wangen zeichnet sich der graue asiatische Jungfernkranich, Anthropoides virgo, aus; der Paradieskranich, Anthropoides paradisea, kommt in den Steppen Südafrikas vor.
Kronenkranich
Kronenkranich
Mandschurenkranich
Mandschurenkranich
Mandschurenkraniche führen während der Balz einen regelrechten Hochzeitstanz auf, bei dem sich die Partner abwechselnd verbeugen und dabei trompetenartige Schreie ausstoßen. Der Bestand des Mandschurenkranichs aus dem Fernen Osten ist jedoch gefährlich geschmolzen, man befürchtet sein Aussterben.

Balearica pavonina

Verbreitung: Afrika südlich der Sahara
Lebensraum: offene, marschartig feuchte Landschaften
Maße: Länge 95105 cm
Lebensweise: gesellig in großen Scharen, eigentümliches Balzverhalten, bekannt als »Tanz der Kraniche«
Nahrung: kleine Reptilien und Insekten, insbesondere Heuschrecken
Fortpflanzung: Bau umfangreicher Nester aus Gräsern an geschützten Stellen oder in Bäumen, 23 Eier pro Gelege
Höchstalter: 4050 Jahre
Kronenkranich
Kronenkranich
Der afrikanische Kronenkranich ist an seinem für Kraniche sehr bunten Gefieder leicht zu erkennen. Auffallend sind besonders die buschige Federkrone und die weißen Kopfseiten.
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