Lexikon
Lateinamerika
IberoamerikaUnabhängigkeitskämpfe
Diese Politik, zusammen mit dem merkantilistischen Handelssystem, schuf einen latenten Gegensatz zwischen kreolischer Oberschicht und Mutterland, der einer der Gründe für die 1809/10 ausbrechenden Unabhängigkeitskämpfe war. In wechselvollen Kämpfen (S. de Bolívar, J. de San Martin) erlangte Hispanoamerika bis 1824 seine Unabhängigkeit. Nur Kuba und Puerto Rico blieben bei Spanien, dessen Kolonialreich nun in viele eigenständige Republiken zerfiel. In Brasilien gelang die Errichtung einer unabhängigen Monarchie durch den portugiesischen Kronprinzen Pedro.
Lateinamerika unabhängig
Lateinamerika
unabhängig
Aus einer Rede des lateinamerikanischen Unabhängigkeitshelden
Simón Bolívar bei der Hissung der Flaggen der unabhängigen
Staaten Kolumbien, Peru, Chile und Argentinien 1825 (zu diesem Zeitpunkt
haben die Befreiungsbewegungen die spanische Herrschaft abgeschüttelt.
Bolivars Pläne, ganz Hispanoamerika unter seiner Herrschaft zu einen,
scheitern später):
Von den Küsten des Atlantischen Ozeans kommen wir als Sieger. In fünfzehn Jahren eines gigantischen Kampfes haben wir das Gebäude der Tyrannei zerstört, das in drei Jahrhunderten der Usurpation und der ungestörten Gewaltherrschaft errichtet worden war ... Was mich anlangt, der ich hier auf jenem Silberberge stehe, den man den Potosi nennt, und dessen reiche Adern durch drei Jahrhunderte das Schatzhaus Spaniens waren, ich erachte all diesen Reichtum für nichts, wenn ich ihn mit dem Ruhme vergleiche, die Standarte der Freiheit siegreich vom glühenden Strande des Orinoko hierher getragen zu haben, um sie auf diesem Berggipfel aufzupflanzen, dessen Inneres das Staunen und den Neid der Welt erregt ..."
- Einleitung
- Natur
- Wirtschaft
- Geschichte
- Eroberung und Kolonisation
- Unabhängigkeitskämpfe
- Eigenständigkeit
Wissenschaft
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