Lexikon
Lohn der Angst
- Deutscher Titel: Lohn der Angst
- Original-Titel: LE SALAIRE DE LA PEUR
- Land: Frankreich
- Jahr: 1952
- Regie: Henri-Georges Clouzot
- Drehbuch: Henri-Georges Clouzot, Jérome Gérônimi, nach dem Roman von G. Arnaud
- Kamera: Armand Thirard
- Schauspieler: Yves Montand, Charles Vanel, Folco Lulli, Peter van Eyck
- Auszeichnungen: Goldene Palme und Darstellerpreis Filmfestspiele Cannes 1953 für Film und Darsteller (Charles Vanel), Goldener Bär Filmfestspiele Berlin 1953 für Film
Kein Lichtblick erhellt das Leben der gescheiterten Existenzen, die in dem Kaff Las Piedras in Venezuela ihr Dasein fristen. Das wird anders, als 500 Kilometer entfernt eine Ölquelle brennt. Um das Feuer einzudämmen, braucht man dort Nitroglyzerin.
Vier Männer wollen es wagen, die gefährliche Fracht durch den Urwald zu transportieren: Mario (Yves Montand), Jo (Charles Vanel), Luigi und Bimba. Der Lohn: 2000 US-Dollar, genug, um der Einöde zu entkommen.
Sehr bald schon werden Mario und sein Beifahrer Jo Zeugen, wie der Lastwagen der beiden anderen explodiert. Mario fährt mit eisernem Durchhaltewillen weiter und kommt schließlich als Einziger lebend an. Dies bringt ihm überraschend auch Jos Anteil vom Lohn ein. Dabei hat er dessen Tod bei der Fahrt verursacht. Trunken vor Freude erleidet Mario auf der Rückfahrt einen tödlichen Unfall.
Clouzots Klassiker wird auch international mit außergewöhnlich viel Lob bedacht. Seine einleitende, lange Schilderung des trostlosen Ortes vermittelt hervorragend die drückende Atmosphäre des Lebens dort. Die Spannung des nachfolgenden, temporeichen Teils wirkt gerade wegen der ausführlichen Einführung so atemberaubend.
25 Jahre später unternimmt Regisseur William Friedkin unter dem Titel »Atemlos vor Angst« einen erfolglosen Remake-Versuch mit Roy Scheider in der Hauptrolle.
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