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LEXIKON

Mannheimer Schule

eine Gruppe von Musikern am Hof des 17431778 in Mannheim residierenden Kurfürsten Karl Philipp Theodor von der Pfalz, die einen neuen Orchesterstil prägten und damit zum Wegbereiter der Vorklassik wurden. Kennzeichnend für den neuen Stil waren u. a.: Einführung einer schriftlich fixierten Harmonik, Periodengliederung der Sätze, Erweiterung der Sinfonie auf vier Sätze, neue dynamische Effekte („Mannheimer Crescendi“), selbständigere Verwendung der Bläser, Einführung von Klarinetten und Hörnern in das Orchester. Zur Mannheimer Schule zählen K. und A. Stamitz, I. Holzbauer, F. X. Richter, C. Cannabich, G. B. Toeschi u. a. 1778 löste sich das Orchester auf.
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