Lexikon
Marọkko
Berber, Phönizier, Römer und Araber
Das Gebiet des heutigen Marokko war schon im 3. Jahrtausend v. Chr. von Berbern besiedelt. Um 1100 v. Chr. gründeten Phönizier erste Niederlassungen an der Küste, später auch Karthago. 42 n. Chr. wurde Marokko Provinz des Römischen Reiches. Nach dessen Zerfall übernahmen 429 die Wandalen die Herrschaft, die ihrerseits 533 vom byzantinischen Kaiser Justinian verdrängt wurden. Ende des 7. Jahrhundert geriet Marokko unter arabische Herrschaft und wurde islamisiert. Mit den
Idrisiden begann 789 eine lange Reihe selbständiger arabischer Herrscherdynastien, u. a. Almoraviden, Almohaden und Meriniden. Im 15. Jahrhundert setzten sich zunächst Portugiesen, dann Spanier an der Küste fest. Sie konnten ihre Besitzungen aber mit Ausnahme weniger Exklaven (u. a. Ceuta, Melilla) nicht dauerhaft sichern. 1666 übernahm die Dynastie der Alawiten die Macht, die auch heute noch den Thron innehat.
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