Lexikon

norwegische Musik

Goldenes Zeitalter

Eine national-norwegische Musik entwickelte sich erst im 19. Jahrhundert durch die politischen Unabhängigkeitsbestrebungen. 1825 schuf Waldemar Thrane (* 1790,  1828) die erste norwegische Oper, die ebenso von folkloristischen Elementen inspiriert ist wie die Werke des Geigenvirtuosen Ole Bull (* 1810,  1880). Obwohl auch im 19. Jahrhundert das norwegische Musikleben noch stark von ausländischen Musikern geprägt war, leisteten Johan Svendsens Orchestermusik, Halfdan Kjerulfs (*  1815,  1868) Lieder und Männerchorwerke sowie insbesondere Rikard Nordraaks (* 1842,  1866) Nationalhymne wichtige Beiträge zur kulturellen Identitätsfindung Norwegens. Sie präsentieren sich ebenso als Synthese aus (deutscher) Romantik und norwegischer Volksmusik wie die Lieder und Klaviermusik der Pianistin Agathe Backer-Grøndahl (* 1847,  1906). Die zentrale Komponistenpersönlichkeit des 19. Jahrhunderts war Edvard Grieg, der neben Christian Sinding als bedeutender Repräsentant von Norwegens „Goldenem Zeitalter“ gilt. Parallel dazu entstanden die Programmmusik von Johan Peter Selmer (* 1844,  1910), Opern von Gerhard Schjelderup und Blasorchesterwerke von Ole Olsen (* 1850,  1927).
  1. Einleitung
  2. Musikleben unter dänischer Herrschaft
  3. Goldenes Zeitalter
  4. Moderne
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