Lexikon

Papsttum

Papstwahl

Nach dem geltenden Recht wird der Papst von allen in Rom anwesenden (nicht mehr als 120) Kardinälen gewählt, die sich am 16., spätestens am 19. Tag nach dem Tod des Papstes im Konklave versammeln. Seit 1971 nehmen diejenigen Kardinäle, die das 80. Lebensjahr überschritten haben, nicht mehr an der Papstwahl teil. Gewählt werden kann durch einstimmige Akklamation oder durch Übertragung an einen Ausschuss von 3, 5 oder 7 Kardinälen; tatsächlich wird aber stets durch Skrutinium gewählt, d. h. durch eine absolut geheime Abstimmung mit Wahlzettel, bei der der Gewählte mehr als zwei Drittel der Stimmen erhalten muss. Er muss erklären, ob er die Wahl annimmt; mit der Annahme erhält er sogleich die volle päpstliche Jurisdiktionsgewalt. Er nimmt gewöhnlich einen neuen Namen an, empfängt die Huldigung der Kardinäle und erteilt dann von der Loggia der Peterskirche den Segen „Urbi et orbi“. Wählbar ist jeder rechtgläubige männliche Katholik, theoretisch auch ein Laie, der jedoch die Bedingungen für den Erhalt der Priester- und Bischofsweihe erfüllen und diese Weihen vor dem Amtsantritt empfangen müsste. Seit 1389 sind nur Kardinäle (15231978 stets Italiener) gewählt worden. Die Wahl erfolgt auf Lebenszeit; eine Absetzung ist nicht möglich, jedoch ein freiwilliger Rücktritt.
  1. Einleitung
  2. Frühzeit
  3. Mittelalter
  4. Neuzeit
  5. Papstwahl
Boy_sneezes_because_of_an_allergy_to_ragweed.
Wissenschaft

»Der Klimawandel gefährdet unsere eigene Existenz«

Schadstoffe in der Luft machen anfälliger für Allergien. Wer das Klima schützt, tut auch Gutes für die eigene Gesundheit. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER   Frau Prof. Traidl-Hoffmann, macht uns der Klimawandel krank? Ja, und zwar von Kopf bis Fuß. Der Klimawandel betrifft die mentale Gesundheit sowie Herz, Lunge und...

Atome, Licht, Photonen
Wissenschaft

Geheimnisvolles Licht

Experimente enthüllen die eigenartige Quantennatur des Lichts immer besser. So kann Licht zum „Ausfrieren“ gebracht werden, Materie erschaffen und sogar dafür sorgen, dass Atome sich gegenseitig anziehen. von DIRK EIDEMÜLLER Licht gehört zu den Erscheinungen, die so alltäglich sind, dass man gar nicht weiter über sie nachdenkt....

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon