Lexikon

Peru

Frühe Kulturen, Kolonialzeit, Unabhängigkeit

Zwischen 1200 v. Chr. und 1000 n. Chr. bestanden auf dem Gebiet des heutigen Staates mehrere hoch entwickelte Indiozivilisationen, u. a. die Chavin-Kultur, die Nazca-Kultur, die Moche-Kultur sowie die Tiahuanaco-Kultur. Im 15. Jahrhundert schufen die Inka ein Großreich, das 1532/33 von dem Spanier Francisco Pizarro erobert wurde. Das Vizekönigreich Peru umfasste außer dem Gebiet des heutigen Staates Peru fast ganz Südamerika und war wegen seines Reichtums an Edelmetallen von großer Bedeutung für Spanien. 1739 wurden das Vizekönigreich Neugranada und 1776 das Vizekönigreich Río de la Plata abgetrennt. Den 1821 unter José de San Martín begonnenen Unabhängigkeitskampf konnten Simon Bolívar und Antonio de Sucre 1824 erfolgreich beenden. 1825 trennte sich Bolivien von Peru 1836–1839 fanden beide Staaten noch einmal in einer Union zusammen. Der Verlust der Salpetergebiete im Salpeterkrieg (1879–1883) an Chile führte zum wirtschaftlichen Niedergang, der erst unter der Diktatur Augusto Bernadino Leguías (1908–1912, erneut 1919–1930), u. a. auch durch Investitionen der USA, gestoppt wurde.
Inka: Reich unter Huayna Capac (1493-1527)
Inka: Reich unter Huayna Capac
Nach dem Sturz Leguías erhielt die von Victor Raúl Haya de la Torre 1924 im mexikanischen Exil gegründete sozialrevolutionäre APRA wachsenden Rückhalt in der Bevölkerung, das Militär reagierte mit der Unterdrückung der Partei. Nach einem bewaffneten Grenzkonflikt (1941/42) entriss Peru dem nördlichen Nachbarn Ecuador das obere Amazonasgebiet.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Gegensätzliche Niederschlagsverhältnisse
  3. Bevölkerung
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Plantagen, Koka, Fisch
    2. Bergbau und Tourismus
    3. Verkehrsstruktur
  7. Geschichte
    1. Frühe Kulturen, Kolonialzeit, Unabhängigkeit
    2. Peru 1945–1990
    3. Fujimori-Regime und demokratischer Neuanfang
Fischer_02.jpg
Wissenschaft

Der klügste Mensch, von dem kaum jemand gehört hat

Manchmal tauchen in der Wissenschaftsgeschichte Figuren auf, von denen man meint, sie als die klügsten Menschen auf dem Erdball feiern zu müssen. Der amerikanische Physiker Richard Feynman (1918 bis 1988) wurde von vielen Zeitgenossen so eingeschätzt. Genau wie der aus Ungarn stammende Mathematiker John von Neumann (1903 bis 1957...

Blick ins Cockpit von Orion: Commander Moonikin Campos (links) – eine Messpuppe bestückt mit zahlreichen Sensoren – und das neue Kommunikationssystem Callisto (Mitte). ©NASA/Joel Kowsky
Wissenschaft

Rückkehr zum Mond

Ein halbes Jahrhundert nach Apollo 17 wollen Menschen wieder zum Erdtrabanten. Der erste Testflug war ein großer Erfolg.

Der Beitrag Rückkehr zum Mond erschien zuerst auf wissenschaft.de.

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon