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LEXIKON

Pinget

[
pɛ̃ˈʒɛ
]
Robert, französischer Schriftsteller, * 19. 7. 1919 Genf,  25. 8. 1997 Tours; gab dem Nouveau Roman eine entscheidende Wendung ins Satirische und Groteske: „Mahu ou le matériau“ 1952; „Ohne Antwort“ 1959, deutsch 1960; „Inquisitorium“ 1962, deutsch 1965; „Augenblicke der Wahrheit“ 1965, deutsch 1967; „Das Tumbagebet“ 1968, deutsch 1970; „Der Feind“ 1987, deutsch 1989; „Theo oder die neue Zeit“ 1991, deutsch 1992; Dramen.
  • Erscheinungsjahr: 1959
  • Veröffentlicht: Schweiz
  • Verfasser:
    Pinget
    , Robert
  • Deutscher Titel: Ohne Antwort
  • Original-Titel: Le Fiston
  • Genre: Roman
Robert Pinget (* 1919), experimenteller Erzähler im Umfeld des französischen „nouveau roman“ (neuer Roman), schildert in dem Roman »Ohne Antwort« den Versuch eines Vaters, seinen Sohn, der ein Vagabundenleben führt, zur Heimkehr zu bewegen. Monsieur Levert schreibt zu diesem Zweck zwei Briefe, in denen er von Vorgängen in der Stadt berichtet. Dieses Briefeschreiben ist zugleich Ausdruck eines krankhaften Zwangs, sich sprachlich mitzuteilen: »Außerhalb des Geschriebenen ist der Tod.«
Die deutsche Übersetzung erscheint 1960.
  • Erscheinungsjahr: 1962
  • Veröffentlicht: Frankreich
  • Verfasser:
    Pinget
    , Robert
  • Deutscher Titel: Inquisitorium
  • Original-Titel: L'Inquisitoire
  • Genre: Roman
Der aus Genf stammende, seit 1946 in Paris lebende Schriftsteller Robert Pinget (* 1919), experimenteller Erzähler im Umfeld des »nouveau roman« (Neuer Roman), schildert in dem Roman »Inquisitorium« ein Verhör, dem ein tauber Diener durch eine anonyme Stimme unterzogen wird. Das Kreuzverhör endet mit dem völligen Zusammenbruch des Dieners ohne Ergebnis: »... ein Haufen schwammer Kram, man weiß nicht mehr was man damit anfangen soll... dieser dicke Stoß Blätter mit dem Gesagten, aber wenn das Gegenteil gesagt worden wäre, käme es auf dasselbe heraus.«
Die deutsche Übersetzung erscheint im Jahr 1965.
  • Erscheinungsjahr: 1965
  • Veröffentlicht: Schweiz
  • Verfasser:
    Pinget
    , Robert
  • Deutscher Titel: Augenblicke der Wahrheit
  • Original-Titel: Quelqu'un
  • Genre: Roman
Der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Paris lebende Robert Pinget (* 1919) schildert in dem Roman »Augenblicke der Wahrheit« den Versuch eines Mannes, einen verlorenen Notizzettel wiederzufinden. Dabei kommt der Mann auf Dinge zu sprechen, die ihm »den Boden unter den Füßen wegziehen«. Sein Versuch, den Zettel zu finden, die Vergangenheit restlos zu rekonstruieren, scheitert.
Die deutsche Übersetzung erscheint 1967.
  • Erscheinungsjahr: 1968
  • Veröffentlicht: Frankreich
  • Verfasser:
    Pinget
    , Robert
  • Deutscher Titel: Das Tumbagebet
  • Original-Titel: Le Libera
  • Genre: Roman
Robert Pinget (* 1919), seit 1946 in Paris lebender schweizerischer experimenteller Erzähler aus dem Umfeld des »nouveau roman« (Neuer Roman), erklärt in einem Begleittext zu dem Roman »Das Tumbagebet«, dass ihn während der Abfassung eines literarischen Werks nicht die Deutungsmöglichkeit interessiert, sondern nur die Weise des Sagens, der »Ton«. Dieser »Ton« ist charakteristisch für Pingets Schaffen. In »Das Tumbagebet« geht es um Gerüchte und Vermutungen: Der Erzähler wird mit dem gewaltsamen Tod von Kindern in Verbindung gebracht, behauptet aber, diese Anschuldigung sei die Erfindung einer Lehrerin. Die Ereignisse selbst treten in den Hintergrund und leben nur fort in dem, was die Leute sagen, einer Art Gebet, das etwas von dem flüchtigen menschlichen Leben festhalten soll.
Die deutsche Übersetzung erscheint 1970.
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