Lexikon
Polynẹsier
[
griechisch
]die Bewohner der polynesischen Inselwelt des Pazifischen Ozeans, die wohl vom 3. Jahrhundert n. Chr. an (eventuell auch früher) von Südostasien aus über Mikronesien ihr heutiges Wohngebiet besiedelt haben. Der Ansicht einer Besiedlung von Amerika her (T. Heyerdahl) widersprechen völkerkundliche Forschungsergebnisse; direkte Kontakte zwischen Polynesiern und der Bevölkerung von Nord-, Mittel- und Südamerika sind jedoch wahrscheinlich. Die Hauptfahrten im ozeanischen Raum fanden im 7.–12. Jahrhundert statt. – Die Polynesier haben (bis auf die Zeichen der Osterinsel) keine eigene Schrift hervorgebracht; von Bedeutung sind die Familienüberlieferungen der Adligen, der Arii. Die Polynesier leben auch heute noch vorwiegend von Grabstock- oder Hackbau und vom Fischfang. Der stark zunehmende Tourismus verdrängt die letzten Reste der polynesischen Kultur.
Wissenschaft
Walgesänge ähneln menschlicher Sprache
Der Gesang der Buckelwale wird von Generation zu Generation kulturell weitergegeben. Zwei Studien zeigen nun, dass die Struktur des Walgesangs den gleichen linguistischen Grundregeln folgt wie menschliche Sprachen. Ähnlich wie unsere Sprache aus Sätzen, Wörtern und Silben besteht, sind auch die Walgesänge hierarchisch...
Wissenschaft
„Kryptischer“ Klimatreiber der Erdgeschichte
Warum erholte sich das Erdklima nach starkem Vulkanismus in der Erdgeschichte oft so langsam? Aus einer Studie geht nun hervor, dass noch lange, nachdem die großen Eruptionen vorüber waren, große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid aus dem Untergrund der Megavulkane in die Atmosphäre strömten. Die Ergebnisse tragen damit zum...