Lexikon
Puritạner
[
lateinisch purus, „rein“
]seit Mitte des 16. Jahrhunderts Bezeichnung für alle streng calvinistisch gesinnten Protestanten in England und Schottland, die auf persönlichen Heilsglauben (Bewusstsein der Auserwählung), Einfachheit (Abschaffung der Priestergewänder und Vereinfachung der Liturgie) und enge Moral drängten und das Episkopalsystem der Staatskirche ablehnten: Presbyterianer, Independenten, Kongregationalisten, Quäker. Durch staatliche Verfolgungen wurden die Puritaner zur politischen Partei, die in der Revolution (1645 ff.) sogar in ihrer radikalen Richtung (O. Cromwell) an die Regierung kam, seit 1660 aber wieder zurückgedrängt wurde. Durch die Toleranzakte 1689 bekamen sie eine gesicherte Existenz.
Wissenschaft
Eine Menge Magie in der Materie
In den Jahren des Ersten Weltkriegs hat der berühmte Soziologe Max Weber seine nach wie vor oft zitierte Rede über „Wissenschaft als Beruf“ gehalten und darin von der Berechenbarkeit der Dinge zwischen Himmel und Erde gesprochen, die in seinen Augen eine „Entzauberung der Welt“ zur Folge hatte. Leider ist Max Weber schon 1920...
Wissenschaft
Tierische Sexualzyklen
Die Weibchen mancher Arten sind nur einmal im Jahr paarungsbereit, andere über einige Monate hinweg mehrmals. In Gruppen lebende Tiere stimmen sich häufig ab – und bei Nutztieren sorgt der Mensch für Synchronisation. Von Elena Bernard Wenn sich bei Pandas die Paarungsbereitschaft ankündigt, ist genaues Timing gefragt. Denn die...