Lexikon

Puritạner

[
lateinisch purus, „rein“
]
seit Mitte des 16. Jahrhunderts Bezeichnung für alle streng calvinistisch gesinnten Protestanten in England und Schottland, die auf persönlichen Heilsglauben (Bewusstsein der Auserwählung), Einfachheit (Abschaffung der Priestergewänder und Vereinfachung der Liturgie) und enge Moral drängten und das Episkopalsystem der Staatskirche ablehnten: Presbyterianer, Independenten, Kongregationalisten, Quäker. Durch staatliche Verfolgungen wurden die Puritaner zur politischen Partei, die in der Revolution (1645 ff.) sogar in ihrer radikalen Richtung (O. Cromwell) an die Regierung kam, seit 1660 aber wieder zurückgedrängt wurde. Durch die Toleranzakte 1689 bekamen sie eine gesicherte Existenz.
Jupiter
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