Lexikon
Sạhara
[auch saˈha:ra; arabisch, „Wüsten“]
Bevölkerung und Wirtschaft
Die wichtigsten Volksgruppen in der Sahara sind Araber, Berber (z. B. Tuareg), Mauren (aus Arabern und Berbern gemischt) und die dunkelhäutigen Tubu; fast alle sind Muslime. Wo Grundwasser verfügbar ist, finden sich zahlreiche Oasen, z. B. im Verlauf großer Wadis, am Rande von Sandgebieten und Salztonebenen, wo das Wasser in Quellen zu Tage tritt, oder in der Nähe von Bergländern, in denen Grundwasserhorizonte angezapft und in Foggaras den Oasen zugeleitet werden können. Von den rund 5 Mio. Bewohnern leben die meisten in Oasen; dort sind die Dörfer z. T. zu Handelsstädten angewachsen oder es werden Dattelpalmen angebaut, ferner Getreide, Obst und Gemüse. Die Nomaden und Halbnomaden, die von Viehzucht (Rinder, Schafe, Ziegen, Kamele) und Handel (Karawanenbetrieb) leben, haben oft Besitzanteile in den Oasen. Sie werden zunehmend sesshaft gemacht und mussten seit dem Ende der Kolonialzeit einen starken sozialen Abstieg hinnehmen.
Seit Ende der 1950er Jahre werden in der algerischen, tunesischen und libyschen Sahara Erdöl und Erdgas gefördert und in Pipelines zu Häfen des Mittelmeers geleitet. Weitere abbauwürdige Bodenschätze sind das Eisenerz bei F'Derik in Mauretanien, Phosphat bei Al Aaiún in (West-)Sahara und Uran im Aïr in Niger.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung und Wirtschaft
- Geschichte
Kontext
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