Lexikon

Schlafstörungen

über einen längeren Zeitraum anhaltende Abweichungen von der normalen Schlafqualität, Schlafdauer oder Schlafrhythmik, die zu einer spürbaren Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit führen. Am häufigsten ist die Schlaflosigkeit (Insomnie), die sich in Form von Ein- oder Durchschlafstörungen oder als morgendliches Früherwachen äußert. Sie kann ohne erkennbare Ursache auftreten und dann durch schlafhygienische. Maßnahmen (z. B. Vermeiden von übermäßigem Alkohol-, Nikotin- und Coffeingenuss, Einüben von Schlafritualen oder Entspannungstechniken) bekämpft werden, oder sie kann auf Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Schilddrüsenüberfunktion, Epilepsien oder Depressionen zurückgehen. Schlafmittel sollten nur eine kurzfristige Schlafhilfe darstellen, da sie über längere Zeit eingenommen abhängig machen. Eine andere Form der Schlafstörungen, die Hypersomnie, ist gekennzeichnet durch verlängerte Schlafperioden, Schläfrigkeit und erhöhte Einschlafneigung am Tag. Ihr kann z. B. eine Schlafapnoe oder Narkolepsie zugrunde liegen. Auch Schichtarbeit oder Interkontinentalflüge können zu Schlafstörungen in Form von Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus führen. Durch Alpträume oder Schlafwandeln (Somnambulismus) wird die Schlafqualität beeinträchtigt (Parasomnie.) In einem Schlaflabor kann man feststellen lassen, ob Schlafstörungen eine medizinische Ursache haben.
Neben dem vollständig autarken Demo-Haus (rechts) liegt auf dem Bergheider See auch ein mit Solarenergie betriebenes Konferenzschiff. ©Fraunhofer IVI, Dresden
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