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LEXIKON

Schrei, wenn du kannst

  • Deutscher Titel: Schrei, wenn du kannst
  • Original-Titel: LES COUSINS
  • Land: Frankreich
  • Jahr: 1958
  • Regie: Claude Chabrol
  • Drehbuch: Claude Chabrol, Paul Gégauff
  • Kamera: Henri Decae
  • Schauspieler: Gérard Blain, Jean-Claude Brialy, Juliette Mayniel
  • Auszeichnungen: Goldener Bär Filmfestspiele Berlin 1959 für Film
Charles (Gérard Blain) kommt aus der Provinz für ein Studium nach Paris, wo er von seinem Cousin Paul (Jean-Claude Brialy) unter dessen Fittiche genommen wird. Paul ist ein Aufschneider und Lebemann, der Charles in die draufgängerischen Kreise der versnobten Studentenschaft einführt. Als Charles sich in Florence (Juliette Mayniel) verliebt, diese aber bald darauf in Pauls Bett überrascht, erhält sein Verhältnis zu dem Cousin einen ersten Bruch. Florence zieht als Pauls Geliebte zu den beiden in die Wohnung ein. Charles versucht, diese Situation durch besessenes Lernen für die Prüfung zu überspielen. Paul besteht dieses Examen trotz mangelnder Kenntnisse allein durch seine Selbstsicherheit. Charles dagegen, vollkommen nervös, fällt durch. Hasserfüllt will er nachts seinen Cousin erschießen, doch die Pistole versagt. Am nächsten Morgen löst sich unversehens ein Schuss, als Paul mit der Waffe spielerisch herumhantiert, und trifft Charles tödlich. Erstmals ist Paul erschüttert.
Claude Chabrols schicksalhaft-pessimistischer Film wird von Kritikern und Zuschauern gleichermaßen hoch gelobt. Er gewinnt 1959 den Goldenen Bären bei den Berliner Filmfestspielen und bedeutet für die »Nouvelle Vague« im französischen Film den endgültigen Durchbruch.
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