Lexikon

schwedische Kunst

Malerei

Aus dem Mittelalter sind von einheimischen Künstlern ausgeführte Wandmalereien erhalten (13.15. Jahrhundert); die aus der gleichen Zeit stammenden Werke der Tafelmalerei jedoch sind meist Import aus Deutschland. Auch im 16. und 17. Jahrhundert wurden vielfach Deutsche zur Maltätigkeit in Schweden herangezogen; im Übrigen war der Geschmack weitgehend von der gleichzeitigen niederländischen Malerei bestimmt. Die Porträtmalerei überwog alle übrigen Gattungen. Im Rokoko erreichte Schweden mit den Werken von A. Roslin und G. Lundberg internationales Niveau. Der Romantik im 19. Jahrhundert, vertreten durch C. J. Fahlcrantz und N. J. O. Blommer, folgte eine volkstümliche Schule, wobei meist die Düsseldorfer Akademiemalerei vorbildlich war. Maler wie A. Wahlberg, G. Rydberg und G. O. Björk orientierten sich später an der Pariser Schule und führten den Impressionismus in Schweden ein. Zu internationalem Ruf, auch als Grafiker, brachte es A. Zorn, das geistige Haupt der impressionistischen „Pariser Schweden“. C. W. Wilhelmson entwickelte um die Jahrhundertwende eine heimatverbundene Variante des Jugendstils. Die moderne schwedische Malerei schließt sich eng an die internationalen Stilbestrebungen an. Heute sind alle zeitgenössischen abstrakten und figurativen Strömungen in der schwedischen Malerei vertreten.
  1. Einleitung
  2. Baukunst
  3. Plastik
  4. Malerei

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