Lexikon

Steuern

Steuerarten

Nach der Möglichkeit der Überwälzung der Steuern unterscheidet man zwischen direkten Steuern, die von dem Steuerpflichtigen selbst getragen werden müssen, und indirekten Steuern, die nicht den gesetzlich bestimmten Steuerzahler belasten, sondern über den Preis auf den letzten Käufer der Ware überwälzbar sind. Verbrauchsteuern werden zu den indirekten Steuern gezählt, da hier der die Steuern abführende Produzent oder Händler nicht identisch mit demjenigen ist, der letztlich die im Preis enthaltene Steuer trägt, also der Verbraucher. Demgegenüber trägt bei der Einkommensteuer der Steuerpflichtige in der Regel die Steuerlast selbst. Personal- oder Subjektsteuern (z. B. Einkommensteuer) unterscheiden sich von Real- oder Objektsteuern (z. B. Gewerbesteuer) dadurch, dass bei ihrer Bemessung persönliche Merkmale wie Familienstand oder Kinderzahl berücksichtigt werden. Steuern werden entweder indirekt an der Quelle erhoben (z. B. Lohnsteuer als besondere Erhebungsform der Einkommensteuer) oder direkt beim Steuerpflichtigen im Wege der Veranlagung. Nach der Körperschaft, der die Steuererträge zufließen, teilt man die Steuern in Bundessteuern (z. B. Zölle), Landessteuern (z. B. Kraftfahrzeugsteuer), Gemeindesteuern (z. B. Grundsteuer) und Gemeinschaftsteuern (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) ein. Gemessen am Aufkommen, ist in Deutschland die Einkommensteuer mit einem Anteil von rund 35% wichtigste Steuer, gefolgt von der Umsatzsteuer (rund 31%). Hingegen tragen Bagatellsteuern (z. B. Feuerschutz- oder Hundesteuer) weniger als 0,1% zum gesamten Steueraufkommen bei.
  1. Einleitung
  2. Steuerarten
  3. Besteuerungstechnik
  4. Kriterien der Besteuerung
  5. Geschichte der Besteuerung
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