Lexikon
Syrien
Wirtschaft und Verkehr
Seit den 1990er Jahren versucht die Regierung, die Wirtschaft durch Deregulierung und Privatisierung zu beleben. Hauptprobleme sind die zur Neige gehenden Erdölvorräte und angesichts des hohen Bevölkerungswachstums der Mangel an Trinkwasser.
Grundlage der syrischen Wirtschaft, die sich seit den 1960er Jahren weitgehend unter staatlicher Kontrolle befindet, ist der Agrarsektor. Hauptanbaugebiete sind die Küstenebenen mit Regenfeldbau und das nach Errichtung des Assad-Dammes durch Bewässerung intensiv genutzte Euphrattal. Dort werden Getreide und Baumwolle angebaut. In den Steppen werden Schafe gehalten.
Seit 1968 werden im Nordosten Erdölvorkommen ausgebeutet. Das schwefelreiche Schweröl muss mit leichterem, zum größten Teil importiertem Erdöl vermischt werden. Syrien ist ein wichtiges Erdöltransit- und -verschiffungsland. Seit 1971 werden Phosphatvorkommen abgebaut. Die Industrialisierung wird vorangetrieben, allerdings arbeiten die großen staatlichen Industriebetriebe wenig effektiv. Wichtigste Zweige sind die Nahrungs- und Genussmittel- sowie die Textilindustrie; daneben gibt es Maschinenbau und chemische Industrie.
Hauptverkehrsträger ist das besonders im westlichen Landesteil dichte und größtenteils asphaltierte Straßennetz. Das Eisenbahnnetz verbindet Damaskus mit den Mittelmeerhäfen und den Industriestädten im Norden, besteht aber aus nicht miteinander verbundenen Einzelstrecken mit verschiedenen Spurweiten.
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