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LEXIKON

Wachstum

Wirtschaft
die anhaltende mengenmäßige Ausweitung der Produktion und die steigende Pro-Kopf-Versorgung der Bevölkerung. Von dieser Tatsache ausgehend, befasst sich die ökonomische Theorie mit Untersuchungen über die Grundlagen der wirtschaftlichen Entwicklung. Neben die weit gefassten Erklärungsversuche von K. Marx, M. Weber, J. Schumpeter, A. Müller-Armack u. a. treten in der Gegenwart vor allem Studien über die dynamische Konzeption des gleichgewichtigen Wachstums. Dabei geht es um die zentrale Fragestellung der Voraussetzungen eines ungestörten wirtschaftlichen Fortschritts im Sinne einer gleichmäßigen Ausdehnung von Volkseinkommen und Produktionskapazität. Zur Vermeidung von Störungen in der Wirtschaft müsste die Zuwachsrate des Einkommens der der Produktionskapazität entsprechen, damit das zusätzliche Angebot voll von der gestiegenen Nachfrage abgenommen wird. Dies wird eintreten, wenn die Wachstumsrate des Einkommens dem Bruch aus Investitionsquote (Anteil der Investitionen an der gesamten Produktionskapazität) und dem (marginalen) Kapitalkoeffizienten (als Verhältnis von Kapital- und Kapazitätszuwachs) entspricht, d. h., je größer der der Kapitalbildung zugewandte Teil der wirtschaftlichen Tätigkeit (je größer die Sparrate und die dieser entsprechende Rate der Investierungen) ist, und je größer die produktive Leistung der neuen Investition sein wird, um so höher ist die Wachstumsrate der Produktionskapazität: Folglich muss auch der Einkommenszuwachs zur Beanspruchung dieser Kapazität entsprechend hoch sein.
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