Lexikon
Wachstum
Wirtschaft
die anhaltende mengenmäßige Ausweitung der Produktion und die steigende Pro-Kopf-Versorgung der Bevölkerung. Von dieser Tatsache ausgehend, befasst sich die ökonomische Theorie mit Untersuchungen über die Grundlagen der wirtschaftlichen Entwicklung. Neben die weit gefassten Erklärungsversuche von K. Marx, M. Weber, J. Schumpeter, A. Müller-Armack u. a. treten in der Gegenwart vor allem Studien über die dynamische Konzeption des gleichgewichtigen Wachstums. Dabei geht es um die zentrale Fragestellung der Voraussetzungen eines ungestörten wirtschaftlichen Fortschritts im Sinne einer gleichmäßigen Ausdehnung von Volkseinkommen und Produktionskapazität. Zur Vermeidung von Störungen in der Wirtschaft müsste die Zuwachsrate des Einkommens der der Produktionskapazität entsprechen, damit das zusätzliche Angebot voll von der gestiegenen Nachfrage abgenommen wird. Dies wird eintreten, wenn die Wachstumsrate des Einkommens dem Bruch aus Investitionsquote (Anteil der Investitionen an der gesamten Produktionskapazität) und dem (marginalen) Kapitalkoeffizienten (als Verhältnis von Kapital- und Kapazitätszuwachs) entspricht, d. h., je größer der der Kapitalbildung zugewandte Teil der wirtschaftlichen Tätigkeit (je größer die Sparrate und die dieser entsprechende Rate der Investierungen) ist, und je größer die produktive Leistung der neuen Investition sein wird, um so höher ist die Wachstumsrate der Produktionskapazität: Folglich muss auch der Einkommenszuwachs zur Beanspruchung dieser Kapazität entsprechend hoch sein.
Wissenschaft
Die letzte Revolution – und die nächste
Der wissenschaftliche Fortschritt ist weder kontinuierlich noch konstant. In jüngerer Zeit scheint er sogar zu stagnieren. Ist die Kosmologie eine Ausnahme? von RÜDIGER VAAS Trotz enormer Anstrengungen und Mittel – Arbeitszeit, Geld, Technik, Rechenkapazitäten und so weiter – haben die Zahl und Rate fundamentaler neuer Einsichten...
Wissenschaft
Der Zombie-Mond
Der innere Marsmond bewegt sich auf einer instabilen Bahn. Dies ist jedoch nur eine Momentaufnahme: In einem bizarren Zyklus wechselt Phobos zwischen Zerstörung und Wiedergeburt. von THORSTEN DAMBECK Clustril, Drunlo, Limtoc, Flimnap – merkwürdig benannte Krater bedecken den Marsmond Phobos. Vertrauter klingt Gulliver, der Name...