Lexikon
Wạrschau
polnisch WarszawaWarschau: Sigismundsäule
Sigismundsäule
Eines der bekanntesten Wahrzeichen Warschaus ist die Sigismundsäule auf dem Schlossplatz. Das 1644 fertig gestellte Denkmal ehrt König Sigismund III.
© Polnisches Fremdenverkehrsamt
Geschichte
1313 zum ersten Mal urkundlich erwähnt; im 16./17. Jahrhundert Sitz der polnischen Könige, 1596 von König Sigismund III. zur polnischen Hauptstadt erhoben; seitdem war die bisherige polnische Hauptstadt Krakau nur noch Krönungsstadt. Nach der 3. Polnischen Teilung 1795 fiel Warschau an Preußen; 1806 von den Franzosen besetzt, Hauptstadt des von Napoleon geschaffenen Herzogtums Warschau; seit 1815 nach dem Wiener Kongress Hauptstadt Kongresspolens (das polnische Königreich war in Personalunion mit Russland verbunden), 1830/31 und 1863/64 Schauplatz polnischer Aufstände; 1915–1918 von deutschen Truppen besetzt; seit 1918 Hauptstadt der Republik Polen. Unter deutscher Besetzung (seit 1939) kam es im April/Mai 1943 zum Aufstand der Juden im Warschauer Getto, im August–Oktober 1944 zum Warschauer Aufstand. Im 2. Weltkrieg wurde Warschau zu 84% zerstört, bis 1963 weitgehend wieder aufgebaut, zum großen Teil stilgetreu.
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