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LEXIKON

Zahnwale: Orientierung mit Ultraschall

Orientierung mit Ultraschall

Dem schnellen Jäger in der See nützen gute Augen wenig, wenn kein Licht sie erreicht. Zahnwale verlassen sich deshalb auf Echobilder , anhand derer sie sich in ihrem dunklen Lebensraum orientieren und ihre Beute finden. Ähnlich den Fledermäusen verfügen sie über ein Echolot-System.
Im Prinzip senden sie kurze Klicklaute aus, die von Hindernissen zurückgeworfen und von ihren Hörorganen als Echo wahrgenommen werden. Die vergangene Zeit zwischen dem Aussenden und dem Wiederempfangen der Laute informiert den Zahnwal über die Entfernung des Objekts, und das Echomuster zeigt ihm sogar dessen Form und Beschaffenheit an. Wie man die Lichtstrahlen einer Taschenlampe bündeln und so auf ein weiter entferntes Objekt ausrichten kann, können auch Zahnwale ihre Orientierungslaute bündeln und damit verstärken. So können sie auch Objekte in größerer Entfernung wahrnehmen. Von einigen Wissenschaftlern wird deshalb angenommen, dass Delphine mit den so erzeugten Druckwellen auch in der Lage sind, ihre Beute zu lähmen.
Leider blieb diese hoch entwickelte Sonartechnik der Zahnwale auch den Militärstrategen nicht verborgen. So führt die US-Navy nach Berichten der Umweltschutzorganisation Greenpaece schon seit etwa 30 Jahren streng geheime Forschungen zur Nutzung der Zahnwale als Waffensystem durch. Belegt sind Einsätze von Delphinen während des Vietnamkrieges zur Suche von Minen, Kampfschwimmern und Saboteuren oder sogar als Minenleger.
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