Gesundheit A-Z
Gicht
Stoffwechselkrankheit, eine meist angeborene Harnsäurestoffwechselstörung, von der fast ausschließlich (95%) Männer betroffen sind. Durch eine Störung im Purinstoffwechsel werden Harnsäuresalze vorwiegend im Bereich der Gelenke abgelagert und führen dort zu Entzündungsreaktionen und Schmerzen. Ein Anstieg der Harnsäure im Blut kann lange asymptomatisch bleiben, bis z. B. nach gesteigertem Alkohol- oder Eiweißkonsum oder nach körperlicher Anstrengung der erste Gichtanfall auftritt. Besonders häufig ist das Grundgelenk einer Großzehe betroffen. Typische Symptome sind Rötung und Schwellung des Gelenks sowie starke Schmerzen, evtl. auch Fieber. Die danach immer wieder auftretenden Anfälle verlaufen mit der Zeit weniger schmerzhaft, können aber zu Deformierungen des betroffenen Gelenks führen. Die Therapie besteht während des Anfalls in der Gabe von Colchicin, Cortison oder Antiphlogistika. Die Dauertherapie besteht neben dem Verzicht auf Innereien, eiweißreiche Kost und Alkoholgenuss in der Gabe von Allopurinol, das regulierend in den Purinstoffwechsel eingreift.
Wissenschaft
»Die Physik belehrt uns eines Besseren«
Die Meereisphysikerin Stefanie Arndt untersucht antarktischen Schnee. Im Interview berichtet sie, welche Erkenntnisse sie daraus zur Klimaveränderung ziehen kann. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Frau Dr. Stefanie Arndt, Ihre Kollegen auf dem Forschungsschiff Polarstern nennen Sie liebevoll „Schneefrau“. Was fasziniert Sie...
Wissenschaft
Auftrieb für E-Luftschiffe
Luftschiffe sind ein seltener Anblick am Himmel. Doch das könnte sich bald ändern. Denn die fliegenden Riesen ermöglichen eine klimaschonende Luftfahrt – mit Elektroantrieb, Strom aus Sonnenlicht und geeigneten Batterien. von RALF BUTSCHER Wer am Bodensee lebt oder Urlaub macht, kennt das sanfte Brummen am Himmel. Es verrät: Ein...